Landesliga: Fritzlar wird Zweiter - Bänfer glänzt trotz Niederlage

Wollrode hält die Klasse

Entwischt: Kirchhofs Janina Friedrich (am Ball) lässt hier Waldhessens Elisabeth Wehr stehen. Foto: Kasiewicz

Schwalm-Eder. Die Sensation ist perfekt. Die Landesliga-Handballerinnen des TSV Wollrode haben sich mit einem 22:20-Coup beim Tabellenzweiten HSG Wesertal den Klassenerhalt gesichert und der Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar so zum zweiten Tabellenplatz verholfen.

HSG Wesertal - TSV Wollrode 20:22 ( 10:09). Durch die Erfolge von Twistetal und Eschwege konnte nur ein Sieg das Team von Trainer Andreas Milke vor dem drohenden Abstieg bewahren. Angetrieben von zahlreichen mitgereisten Anhängern erspielten sich die Blau-Weißen schnell eine 3:0-Führung, die Wesertal jedoch zum 4:3 konterte. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Den Gastgebern gelang es, eine knappe Führung in die Pause zu retten.

Nach Wiederanpfiff aber drehte die Milke-Sieben auf. Beim 13:12 (39.) lag der Tabellenzweite letztmalig in Führung, ehe Wollrode - angetrieben von Lena Fehr und Natalie Lohrbach - über 15:13 (43.) auf 18:14 (48.) davonzog. Beim 20:20 (57.) drohte die Partie noch einmal zu kippen, doch die kampfstarken Guxhagenerinnen sorgten mit einem Doppelschlag zum 22:20 für die Entscheidung.

Tore TSV: Fehr 8, Lohrbach 4, Backhaus 3, Klipp 3, Lachnit 2, Siemon 1, Vaupel 1.

TSV Heiligenrode - SV Germania Fritzlar II 26:36 (13:17). Zum Saisonabschluss boten die Domstädterinnen eine starke Leistung und sicherten sich durch den Überraschungserfolg von Wollrode noch den zweiten Tabellenplatz. „Vor allem in den ersten zehn Minuten haben wir Heiligenrode klar dominiert“, freute sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Dann ließ die Drittliga-Reserve die Zügel etwas schleifen, so dass die Gastgeberinnen zweimal ausgleichen konnten.

Nach Wiederanpfiff ließ die Germania, bei der SVG-Übungsleiterin Marquardt allen Spielerinnen ausgiebig Einsatzzeiten gewährte, keine Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen und zog kontinuierlich davon. „Das war ein schöner Saisonabschluss für alle“, freute sich die SVG-Übungsleiterin nach der Partie. Zu überzeugen wussten bei der Germania erneut Anna Reinke und Kathrin Bänfer, denen zusammen 15 der 36 Fritzlarer Treffer gelangen, sowie Linksaußen Jana Giebisch.

Tore SVG II: Reinke 7, Frank 2, Ringleb 1, Giebisch 5, Naumann 5/1, Lorenz 5/2, Bänfer 8, Lattemann 3.

SG 09 Kirchhof II - FSG Waldhessen 26:29 (13:12). Die Freude der SG-Handballerinnen am Aufstieg in die Oberliga konnte auch die erste Heimniederlage der Saison nicht trüben. „Wir waren im Abschluss heute zu schwach, haben aber auch viel ausprobiert und durchgewechselt“, erklärte SG-Coach Christian Denk. Der hatte im letzten Saisonspiel auf den Einsatz der zum Drittliga-Team zählenden Karina Morf, Anezka Zuzankova Kim Mai und Laura Nolte verzichtet und dafür den jungen Talenten wie Janina Friedrich und Hanna Krug Einsatzzeiten gewährt. Insbesondere Friedrich verdiente sich durch ihre Torgefährlichkeit und Übersicht ein Sonderlob ihres Trainers: „Sie hat ein super geiles Spiel gemacht.“

Bis zum 25:25 (56.) durch die starke Spielmacherin Kirsten Bänfer verlief die Partie ausgeglichen, ehe die Gäste durch Treffer der Ex-Kirchhoferin Elisabeth Wehr und der starken Kreisläuferin Inken Niebuhr beim 29:25 (59.) für die Vorentscheidung gesorgt hatten. Was nach dem Abpfiff aber keinen mehr interessierte.

Tore SG II: Hintze 5/5, Sauerwald 1, Konklowsky 2, Krug 2, Ivan 1, Minhöfer 2, Friedrich 3, Bänfer 8, Vaupel 2/2. (mgx)

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