Malgorzata Rodziewicz von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen

Torfrau geht nicht mit in Oberliga: „Der Zeitaufwand ist zu groß“

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Teuflisch gut: Seit fast sechs Jahren ist Malgorzata Rodziewicz Leistungsträgerin und Führungsspielerin bei Hoof/Sand/Wolfhagen. Die HSG steht auf Platz eins der Handball-Landesliga.

Sand. 39:26 - mit dem klaren Sieg über Waldhessen machten die Landesliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen am Wochenende den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft. Und so war das Thema Oberliga einmal mehr aktuell in Sand.

Eine Entscheidung, ob die Ludwig-Sieben im Falle des Titelgewinns aufsteigt oder nicht, fällt laut Betreuerin Ute Engelbrecht frühestens Mitte kommenden Monats. „Wir wollen das Ding erst einmal klarmachen. Dann sehen wir weiter.“

Eine, die sich hinsichtlich Oberliga bereits festgelegt hat, ist die älteste Spielerin in Reihen des Spitzenreiters: Malgorzata Rodziewicz. „Ich werde den Weg mit der Mannschaft nicht nach oben gehen,“ erklärte die 42-jährige Torhüterin nach dem Spiel gegen Waldhessen. Gegen den Tabellenneunten stellte sie ihre Klasse einmal mehr unter Beweis. Sie entschärfte nicht nur rund die Hälfte aller Würfe, sondern leitete auch immer wieder zentimetergenau Tempogegenstöße ein. „Ich genieße jede Minute mit der Mannschaft, aber ich habe eine Familie und daher sind mir die Fahrten zu den Auswärtsspielen zu weit und der damit verbundene Zeitaufwand zu groß.“

Ihre Entscheidung habe sie Vereinsboss Karl-Friedrich Engelbrecht bereits mitgeteilt. Wie dieser darauf reagiert hat? „Er zeigte großes Verständnis und hat meine Entscheidung akzeptiert“, sagte die ehemalige polnische Erstligaspielerin, die 2001 von Danzig zum TuS Weibern wechselte, in Wuppertal, bei Kirchhof und Fritzlar spielte und seit mittlerweile fast sechs Jahren Führungsspielerin bei den Vereinigten ist. Spreche sich die Vereinsspitze allerdings gegen den Aufstieg aus oder verspiele die Mannschaft gar die Meisterschaft, „hänge ich vielleicht noch eine Serie dran. Mal schauen.“

Doch egal wie es auch komme, „wir brauchen eine weitere Torfrau.“ Aber nicht nur das. „Wenn Hoof/Sand/Wolfhagen in der Oberliga mithalten will, müssen zwei oder drei neue Feldspielerinnen verpflichtet werden.“ Mit dem aktuellen Kader könne man die Klasse nicht halten. Gleiches gelte übrigens auch für die ärgsten Konkurrenten TSV Vellmar oder Fritzlar II. „Ohne Verstärkung wird es jede Mannschaft in der Oberliga schwer haben.“

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