3. Liga:

8:0-Lauf in nur acht Minuten: SG 09 Kirchhof siegt in Wolfsburg ganz souverän

Abgeklatscht: Martina Pandza (l.) und Angela Cappellaro sind mit Kirchhof auf Erfolgskurs.
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Abgeklatscht: Martina Pandza (l.) und Angela Cappellaro sind mit Kirchhof auf Erfolgskurs.

Das Derby am Sonntag gegen Fritzlar kann kommen: Die Drittliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof unterstrichen ihre herausragende Frühform und feierten bei Aufsteiger VfL Wolfsburg einen 31:19 (16:9)-Erfolg.

Wolfsburg – Ein Sieg, den Trainer Dragos Negovan aus zwei Gründen noch höher bewertet: Erstens, „weil der Gegner nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lässt, sondern auf jeder Position doppelt besetzt ist.“ Und zweitens, weil sich die Gäste mangels Videomaterial nicht auf Wolfsburg einstellen konnten.

Die Abtastphase dauert jedoch nur 5 Minuten bis zum Stand von 2:2. Dann parierte SG-Torfrau Sophia Ritter einen Siebenmeter von Fabienne Kohn. Eine Initialzündung. „Wir haben schnell gelernt, was sie vorhaben“, lobte Negovan sein Team. Nach einer zehntägigen Pause wegen einer Erkältung zählte erstmals als Kapitänin Ida Evjen dazu, wurde jedoch nur in der Abwehr eingesetzt. Im Wechsel unterstützt von Deborah Spatz und Greta Kavaliauskaite hatte sie im Mittelblock alles im Griff.

Ritter stabil und Schmincke feiert Debüt

Auch Rückhalt Ritter blieb stabil. Ab der 40. Minute durfte Torfrau Alica Schmincke Spielpraxis sammeln – ihre erste auf diesem Niveau. „Beide haben uns mit ihren Paraden geholfen“, betonte der Coach. Somit war es Kirchhof ein Leichtes, Tempo aufzunehmen und über die erste sowie zweite Welle erfolgreich zu sein.

Nur bis zum 4:5 (14.) durch Lena Witzke, die als einzige VfL-Spielerin konstant traf, hielten die Gastgeberinnen mit. Dann zog Kirchhof durch einen 8:0-Lauf in nur acht Minuten dank Treffern von Alma Loro Jean (2), Frida Nygaard Ulrichsen, Martina Pandza (3), Angela Cappellaro und Katharina Koltschenko vorentscheidend auf 13:4 davon (24.).

Neun verschiedene Torschützinnen

Vor 125 Zuschauern in der BBS-Sporthalle konnten es sich die Gäste – ganz nach dem Geschmack des neuen Trainers – leisten, munter durchzuwechseln. Ohne dass auch nur ansatzweise so etwas wie Spannung aufkam. Im Gegenteil. Auch die Spielerinnen von der Bank gingen es hohes Tempo und trafen souverän. Kreisläuferin Paulina Harder tankte mit vier Toren neues Selbstvertrauen. Geschenkt, dass Spatz und Alma Loro Jean jeweils einen Siebenmeter liegen ließen. Über 17:9 (31., Kavaliauskaite), 25:14 (43., Pandza) und 27:17 (50., Harder) war der Weg zum Kantersieg geebnet. Den die Löwinnen nun im Derby in Melsungen am Sonntag vergolden wollen. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Kirchhof: Ritter, Schmincke - Nygaard Ulrichsen 2, Pandza 5, Harder 4, Sauerwald, Evjen 2/1, Koltschenko 2, Cappellaro 3, Al. Loro Jean 6/1, Kavaliauskaite 3, Spatz 4/2.

SR: Heinrich/Schulze. Z: 125.

Siebenmeter: 1/3:4/6.

Zeitstrafen: 6:6 Minuten

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