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Lauterbach-Gala und starkes Ende der ESG Gensungen/Felsberg

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Von: Gerd Brehm

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Die personifizierte Torgefahr: Heinrich Wachs (am Ball), der sich hier auch von David Lubar nicht bremsen ließ, machte für die ESG Gensungen/Felsberg gegen die MSG Umstadt/Habitzheim das Dutzend voll.
Die personifizierte Torgefahr: Heinrich Wachs (am Ball), der sich hier auch von David Lubar nicht bremsen ließ, machte für die ESG Gensungen/Felsberg gegen die MSG Umstadt/Habitzheim das Dutzend voll. © Richard Kasiewicz

Der Auftritt von Heinrich Wachs war grandios, aber Marc Lauterbach war noch besser. Beim 35:25 (17:14)-Sieg des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg über die MSG Umstadt/Habitzheim glänzte der Torwart mit der herausragend guten Quote von mehr als 50 Prozent (23 Paraden bei 21 Gegentoren), begeisterte das Publikum und trieb die MSG-Akteure zur Verzweiflung.

Gensungen - „So eine gute Quote hatte ich noch nie“, kommentierte Lauterbach, der die vielen Glückwünsche gelassen entgegennahm. Gelassenheit ist ein Stichwort, denn der Torwart ließ sich nicht beirren, als er innerhalb der ersten neun Minuten fünf Treffer hinnehmen musste. Gegen den bis dahin vierfachen Torschützen Dennis Weit (insgesamt 14/7) hatte der 33-Jährige zwar – bis auf eine Ausnahme – weiterhin das Nachsehen.

Aber alle anderen MSG-Akteure scheiterten immer wieder an „Lauti“, der offenbar sehr von der Zusammenarbeit mit dem ESG-Torwarttrainer Sascha Kurzrock profitiert. Zu dessen Galavorstellung zählten aber nicht nur die 23 Paraden, sondern auch die langen Pässe, die zunächst meistens von Maximilian Lippold und später von Teja Sonnenschein verwandelt wurden. Zudem erzielte der Rückhalt den Treffer zum 23:19 (44.), indem er ins leere Tor traf.

Wachs häufig Alleinunterhalter

Heinrich Wachs wird es verkraften, dass er trotz seiner vielen spektakulären Szenen etwas in Lauterbachs Schatten stand. Der Rückraum-Akteur war nicht aufzuhalten, krönte seine zahlreichen Alleingänge mit zwölf Toren und begeisterte nicht nur seinen Trainer. „Eine unserer Stärken ist, dass wir 60 Minuten hohes Tempo gehen können“, freute sich Frank Eidam über die immer wieder von Wachs inszenierten und abgeschlossenen Angriffe. Allerdings findet es der Coach im Hinblick auf kommende Herausforderungen gegen stärkere Gegner nicht ganz unproblematisch, dass der Torjäger häufig zum Alleinunterhalter wird. „Unsere Abhängigkeit von Heinrich ist zu groß“, sagt Eidam.

Peter Wörner war der Meinung, dass seine Mannschaft unter Wert besiegt wurde. „Lange haben wir sehr gut mitgehalten, aber in den letzten 20 Minuten hat uns die Kraft verlassen, stellte der neue MSG-Trainer fest, der besonders seine beiden wegen Verletzungen fehlenden Akteure Robin Drews und Lukas Schmitt vermisste. Tatsächlich täuscht das klare Ergebnis darüber hinweg, dass die Partie erst relativ spät entschieden wurde. Beim 19:18 (37.) war die ESG-Führung noch knapp. Aber dann waren die Gastgeber nicht mehr zu stoppen. Innerhalb von nur zehn Minuten wurde aus dem 19:18 ein 27:20 – und der Sieger stand fest.

Sonnenscheins großer Auftritt

Anschließend hatte Teja Sonnenschein seine großen Auftritte. Der Linksaußen betrat erstmals in der 49. Minute das Spielfeld und brauchte dann nicht mehr als sechs Minuten (51. - 57.) um seine fünf Tore zu erzielen. Den Schlusspunkt setzte Jannis Kothe mit dem Treffer zum 35:25 (59.). (von Gerd Brehm)

Die Statistik:

ESG: Lauterbach (23 Paraden/21 Gegentore/1 Tor), Voß (bei vier Siebenmetern: 0/4); Iffert 1, Sonnenschein 5, Wachs 12, Schmidt, Otto 1, Feuring 2, Lippold 8/3, Kothe 5, Friedrich, Weiß.
MSG: Khan (4/22), Kuhlmann (2/13); Milosev, Kalic, Kraus 1, Lubar 5, Göttmann, Funck 3, Weit 14/7, Knabe, Schevardo 1, Seifert 1.
SR: Hanker/Klimmesch. Z: 350.
Siebenmeter: 3/3:7/7. Zeitstrafen: 4:6-Minuten.

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