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Leipzigs Riesen eine Nummer zu groß für Melsungen/Körle/Guxhagen

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Von: Ralf Ohm

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War gegen Leipzig weitgehend abgemeldet: mJSG-Rechtsaußen Florian Potzkai (l.). Am Ende musste sich seine Mannschaft im Viertelfinal-Hinspiel mit 19:30 geschlagen geben.
War gegen Leipzig weitgehend abgemeldet: mJSG-Rechtsaußen Florian Potzkai (l.). Am Ende musste sich seine Mannschaft im Viertelfinal-Hinspiel mit 19:30 geschlagen geben. © Pressebilder Hahn

Der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen droht das Aus im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. Der Grund: Eine 19:30 (10:13)-Niederlage im Hinspiel gegen den SC DHfK Leipzig. Eine ernüchternde Abfuhr der Gastgeber, die in der ersten Hälfte noch ein Gegner auf Augenhöhe gewesen waren.

Melsungen - Bestes Indiz dafür war die Auszeit von Leipzigs Trainer Albrecht nach 13 Minuten beim Stand von 5:5. Die war der Unzufriedenheit mit seinem Positionsangriff geschuldet („Wir haben den Ball überhaupt nicht laufen lassen“) und die wiederum einer versetzten 5:1-Deckung der mJSG, mit der der Favorit überhaupt nicht zurecht kam. „Versetzt“ weil Florian Drosten den Rückraumrechten Jakob-Jannis Leun rausnahm und seine Nebenleute engagiert zupackten und verschoben. „Wir wollten Leipzig aus dem Angriffsrhytmus bringen und das ist uns gelungen“, konnte Trainer Maienschein treffend konstatieren.

Damit ging der erste Teil seines Matchplans auf, der zweite indes nicht. Denn als es darum ging, die Ballgewinne in der Abwehr sowie Claus‘ Paraden in der eigenen Offensive zu veredeln, scheiterten seine Jungs. Die 6:0-Deckung der Sachsen entpuppte sich als die erwartet riesige Herausforderung. In physischer und spielerischer Hinsicht. Leipzigs 2003er Jahrgang war den 2004ern der Gastgeber körperlich (besonders im Mittelblock) sichtlich überlegen und arbeitete dazu auch noch aggressiv nach vorn. „Überragend“ fand das Matthias Albrecht. „Äußerst anstrengend“ mJSG-Rechtsaußen Florian Potzkai, der sich kaum einmal in Szene setzen konnte.

„Der Ball lief nicht“, erklärte Thorge Lutze seine fruchtlosen Abschlüsse, während Rückraumkollege Manuel Hörr gestand, „dass unserem Spiel die Breite fehlte, weil wir uns zu sehr in die Mitte haben locken lassen.“ Der dynamische Spielmacher war überhaupt der einzige Melsunger, der den starken Torwart Felix Kirschner mit seinen Durchbrüchen vor Probleme stellte.

Das reichte natürlich nicht. Bis zur Pause hielt eine weiterhin kompakte Defensive die Maienschein-Schützlinge halbwegs im Spiel, unmittelbar danach folgte der Einbruch: Ein 0:5-Lauf zum 10:18 sorgte bereits nach 38 Minuten für allzu klare Verhältnisse. „Endlich konnte wir unser Tempospiel aufziehen“, atmete der SC-Coach auf.

Blieb aber angesichts von 19 technischen Fehlern mit dem gebundenem Spiel seiner Schützlinge unzufrieden. Obwohl in der Schlussphase Kreisläufer Mika Sajenev auftaute und Nationalspieler Greilich von Linksaußen traumhaft sicher einlochte.

Bei Melsungen/Körle/Guxhagen machte sich der siebte Feldspieler (phasenweise) bezahlt. Allerdings erst als Leipzig längst auf der Siegerstraße eingebogen war. Und nun dem Rückspiel äußerst gelassen entgegen sehen kann.

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