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Maloche ist gefragt: Fritzlar winkt gegen Recklinghausen Vorentscheidung

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Von: Sebastian Schmidt

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Unwiderstehlich: Chantal Reimbold (l., hier gegen Dortmunds Delia Topp) ist mit Fritzlar gefordert.
Unwiderstehlich: Chantal Reimbold (l., hier gegen Dortmunds Delia Topp) ist mit Fritzlar gefordert. © Pressebilder Hahn

Der Sieg beim ASC Dortmund war extrem wichtig für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Nicht schön, aber durchaus inspirierend im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt der 3. Liga. SVG-Coach Lucky Cojocar würde diese „Ruhrgebiets-Mentalität“ nur all zu gern auch am Sonntag (17 Uhr, KHS-Halle) sehen, wenn der PSV Recklinghausen zu Gast ist.

Fritzlar – „Ehrliche Arbeit, Maloche“ hat der Handball-Lehrer seinem Team ins Klassenbuch geschrieben. Unter dem Motto, die gute Trainingsarbeit endlich wieder auf die Platte zu bekommen. Denn in Dortmund stotterte der Domstadt-Express gewaltig, wollten beim 24:19 in den ersten 40 Minuten nur elf Treffer gelingen. „Wir haben uns einlullen lassen und uns dem Tempo des Gegners angepasst. Gegen Recklinghausen müssen wir wesentlich cleverer spielen“, betont Cojocar.

In dem Wissen, dass sein Team Recklinghausen drauf hat. Im Hinspiel machte die Germania einen Sechs-Tore-Rückstand wett und feierte in den Schlussminuten dank Treffern von Hannah Berk, Chantal Reimbold und Luisa Krüger noch ein 24:22. Reimbold bot dabei mit sieben Toren eine ihrer stärksten Drittliga-Vorstellungen und kämpft sich langsam wieder zurück Richtung Bestform.

Neues Trainer-Duo beim PSV

Im Vergleich dazu hat sich beim Gegner einiges getan. Trainer Daniel Schnellhardt musste Ende Dezember gehen. Petronella Kovacikova und Viktor Dziabel, bis dahin Co-Trainer, übernahmen. Die frühere Linksaußen von Borussia Dortmund und der 28-jährige B-Lizenz-Inhaber, der zudem noch die C-Jugend des BVB coacht. Und die jüngsten Ergebnisse lassen aufhorchen. Der Aufsteiger von 2020 gewann gegen Königsborn (32:27), ärgerte Kirchhof (24:24) und siegte bei Spitzenreiter HSG Blomberg-Lippe II (30:26). Dem dabei aber die Stamm-Sieben coronabedingt fehlte, so dass die halbe B-Jugend mitwirken musste.

Somit hätte der PSV als Tabellenfünfter nach Fritzlar reisen können. Hätte. Denn das 25:25 gegen Schlusslicht Wolfsburg dämpfte die Euphorie. War jedoch in sofern erklärbar, weil Annika Fricke (Hüfte) angeschlagen nach zehn Minuten vom Feld musste und die zweite Kreisläuferin Zoe Stens verletzt fehlte. Stens könnte am Sonntag dabei sein. Angeschlagen ist Leonie Fagin (Knie), Viola Klüsener weilt im Skiurlaub. „Als Generalprobe war die Trainingswoche durch die vielen Ausfälle nicht optimal“, sagt Dziabel, der Gegner Fritzlar in Dortmund unter die Lupe nahm. Und als Malocher aus dem Ruhrgebiet weiß: „Wenn wir verlieren, ist es fast schon durch.“ Dann hätten nämlich alle Mannschaften ab Platz sieben mindestens acht Minuspunkte mehr auf dem Konto als die Germania. (Sebastian Schmidt)

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