3. Handball-Liga Ost: Trainings- und Spielbetrieb der TG Münden sind nicht betroffen

Marketing meldet Insolvenz an

Peter Herklotz

Hann. Münden. Die Mündener Handball Marketing Ltd. (MHM) sorgt mit ihrer Arbeit dafür, dass vor allem in der heimischen Wirtschaft jene Gelder aufgebracht werden, die den Drittliga-Handball in der Drei-Flüsse-Stadt erst ermöglichen. Genau genommen sorgte sie bis zur letzten Woche dafür.

Am Montag stellte die MHM beim Amtsgericht Münden einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, dem das Amtsgericht dann am Mittwoch nachkam.

MHM-Geschäftsführer Peter Herklotz erklärt, wie es zur Zahlungsunfähigkeit kam: „Kalkulierte Einnahmen konnten nicht im erwarteten Zeitraum realisiert werden. Die Gewinnung neuer Förderer des Handballsports, die in dieser Saison intensiviert wurde, hat sich als zu ambitioniert dargestellt.“ Da die MHM so „ihren laufenden finanziellen Verpflichtungen nicht vertragsgemäß nachkommen kann“, sah sich der Mündener Rechtsanwalt in der Pflicht, dem Amtsgericht die Zahlungsfähigkeit anzuzeigen. Soweit die MHM Spielern des Drittligisten gegenüber finanziell in der Pflicht stand, übernimmt dies nun Agentur für Arbeit

Das Amtsgericht verzichtete am Mittwoch darauf, einen Insolvenzverwalter zu bestellen.

Sportlich hat die Insolvenz der MHM für den Drittligisten keinerlei Auswirkungen: Die laufenden Zahlungen sind gesichert, und der eigentliche Spielbetrieb ist nicht beeinträchtigt. TG-Fachwart Hans Münchberg erläutert: „Die MHM sorgt für den finanziellen Hintergrund. Die Lizenz zum 3. Liga-Start aber liegt beim Verein. Und ihre Erteilung an die TG Münden ist von der Insolvenz der Marketing-Gesellschaft in keiner Weise betroffen.“ Trainings- und Spielbetrieb des Drittligisten sind von der Insolvenz der MHM also völlig unberührt.

Von Ulrich Mai

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.