A-Jugend-Bundesliga

Melsungen für Hauptrunde qualifiziert, aber Vorrunden-Bilanz durchwachsen

Florian Drosten
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Florian Drosten

Drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage - so lautet die Bilanz der Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen in der Vorrunde der A-Jugend-Bundesliga. Das Primärziel, der Einzug in die Hauptrunde A und die Qualifikation für das Sechzehntelfinale, hat die Mannschaft von Trainer Maienschein damit erreicht.

Melsungen - „Das Fazit fällt durchwachsen aus“, bilanziert Florian Drosten, mit 38 Treffern der erfolgreichste mJSG-Spieler der Vorrunde: „Als Team haben wir gut zusammengefunden, aber wir haben noch Luft nach oben“. Gerade in der Offensive agierten die Bartenwetzer mitunter zu kopflos, leisteten sich unnötige technische Fehler und bauten so den Gegner wieder auf. „Souveräner werden“, lautet daher die Forderung des Linksaußen an seine Mannschaft. Denn: „Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen, hat es jedes Team schwer gegen uns“.

Dass die Auftritte seiner Schützlinge noch recht wankelmütig sind, hat auch Florian Maienschein beobachtet. „Das ist aber ein normaler Prozess“, erklärt der mJSG-Coach, „weil in der C- und B-Jugend der Fokus in der Ausbildung im individuellen Bereich lag.“ Erst in der A-Jugend wird mehr im taktischen Bereich gearbeitet. Das ist deutlich spürbar, weil der Großteil des Teams aus Spielern des jüngeren 2004er Jahrgangs besteht, nur Jonas Ebner und Navtej Dhaliwal gehören dem älteren A-Jugend-Jahrgang an. Dazu kommen die B-Jugendlichen Thorge Lutze, Luca Pickenhahn, Lasse Ohl, Jost Liebergesell und Tom Wolf.

Im Angriff sind die Außen Florian Drosten, Ben Backhaus und Florian Potzkai schon gut eingebunden, während die Kreisläufer Lasse Ohl und Marcell Markos kaum eingesetzt werden. Die Folge eines schnellen, druckvollen Angriffsspiels, das auf den Halbpositionen Durchbrüche ermöglichen oder die Außen in Wurfpositionen bringen soll. Der Rückraum um Dhaliwal, Lutze und Hörr besitzt große individuelle Klasse, seine Stärken liegen aber vor allem im Spiel Eins-gegen-Eins.

Angriff stark, Abwehr entwicklungsfähig

Da trifft es sich gut, dass mit Tom Wolf, der gegen Rodgau Nieder-Roden sein Debüt in der A-Jugend-Bundesliga gab, noch ein völlig anderer Spielertyp zur Verfügung steht. „Er setzt einen neuen Akzent, weil er ein gefährlicher Distanzschütze ist“, lobt Maienschein den Rückraumspieler, der sein Potenzial mit drei Treffern andeutete.

Ein Schnitt von 29,6 Treffern pro Partie spricht für die Qualität der mJSG-Offensivabteilung. Probleme haben die Talente noch in der Abwehr, wo die 6:0-Deckung häufig zu zaghaft agiert. Auch die beiden Torhüter Lennart Claus und Carl Beck überzeugten bisher nur phasenweise.

In der Hauptrunde A werden nun zwei Gruppen mit je acht Teams gebildet, die bereits für das Sechszehntelfinale qualifiziert sind. Je nach Gruppenzuteilung könnten die Nordhessen nun auf Top-Teams wie Bayer Dormagen, Rhein-Neckar-Löwen, VfL Potsdam oder SC Magdeburg treffen. Sollte die Mannschaft in das Achtelfinale einziehen, wäre sie automatisch für die kommende Saison in der A-Jugend-Bundesliga qualifiziert.

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