A-Jugend-Meisterschaft

Melsungen/Körle/Guxhagen gegen Jungfüchse Außenseiter

Darf die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen noch mal jubeln? So feierten (v.l.) Paul Kompenhans, Ben Beekmann und Ole Pregler 2019 die Meisterschaft der B-Jugend, die sie zwei Jahre später mit der U 19 wiederholen wollen.
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Darf die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen noch mal jubeln? So feierten (v.l.) Paul Kompenhans, Ben Beekmann und Ole Pregler 2019 die Meisterschaft der B-Jugend, die sie zwei Jahre später mit der U 19 wiederholen wollen.

Der Traum lebt. Das leidenschaftliche Bestreben, den Coup zu wiederholen. „Wir wollen unbedingt noch mal Deutscher Meister werden“, sagt Ole Pregler, der vor zwei Jahren mit der B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den Titel gewann, den der Rückraumspieler nun als A-Jugendlicher mit fast der gleichen Mannschaft, zu der seitdem nur noch Malvin Haeske und Rohat Sahin stießen, erneut holen will.

Melsungen/Berlin - Nach dem Restart der Saison, den zwei klaren Siegen in der Gruppenphase und dem Erreichen des Halbfinales sind die heimischen Handball-Talente nah dran an diesem außergewöhnlichen Triumph d.h. nur noch vier Spiele davon entfernt. Andererseits stehen sie vor ihrem größten Hindernis: der U 19 der Füchse Berlin, dem vermeintlichen Titelfavoriten, der die mJSG bereits heute (Fr. 17 Uhr Ballspielhalle Luftschiffhafen in Potsdam) im Hinspiel zu Gast hat.

Der reist, so mJSG-Spielmacher Jona Rietze, „mit Selbstvertrauen und Vorfreude“ an. Denn: „Auf dem Papier sind wir Außenseiter, aber wir brauchen uns auf keinem Fall zu verstecken.“ Konnte sich seine Mannschaft doch kontinuierlich steigern, hat aber trotz des 34:31 gegen die JSG Balingen-Weilstetten in Abwehr und Angriff noch Luft nach oben.

Die Ausgangsposition rührt daher, dass sich die Jungfüchse mit vier Kantersiegen (zwei davon im Viertelfinale gegen den SC DHfK Leipzig, B-Jugend-Finalist von 2019) noch souveräner unter die letzten vier gespielt haben. Und in der Hauptstadt als „stärkster Jahrgang, den wir je gehabt haben“ (Pressesprecher Kim Martin Heeß) gehandelt wird.

Drei Berliner schon mit Profivertrag

Drei von ihnen (der derzeit verletzte Kreisläufer Marc Walter, der Rückraumlinke Matthes Langhoff und Spielmacher Lichtlein) haben bereits einen Dreijahresvertrag fürs Profi-Team, drei (Torwart Lasse Ludwig, Linksaußen Tim Freihöfer und Kreisläufer Maxim Orlov) verfügen schon über Bundesliga-Erfahrung und die meisten anderen kamen in dieser Saison in der 3. Liga zum Einsatz (bei den Füchsen II und VfL Potsdam). Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft ist der höchst agile Nils Lichtlein, Neffe von Ex-Nationaltorwart Carsten Lichtlein. „Der kann alles“, sagt Ole Pregler. Und: „Das wird eine Monsteraufgabe für unseren Mittelblock.“

Am prominentesten ist jedoch die Berliner Trainerbank besetzt: mit Füchse-Manager und dem aktuellen Vize-Präsident des Deutschen Handball-Bundes Bob Hanning. Der hat „großen Respekt“ vor den Gästen und erwartet „ein Spiel auf Augenhöhe“. Wie es die Jungfüchse indes schon lange nicht mehr gewohnt sind.

Genau darin wittert sein Kollege Florian Maienschein seine Chance: „Vielleicht können wir sie überraschen.“ Mut macht ihm auch die Vielseitigkeit in seinem Team, wo bisher in jedem Spiel ein anderer (nach David Kuntscher Paul Kompenhans, Jona Rietze und Ole Pregler) die Hauptverantwortung übernahm. Kräfte, die es nun gegen einen absoluten Topgegner zu bündeln gilt.

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