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Melsungen/Körle/Guxhagen: B-Jugend enttäuscht, A-Jugend im Soll

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Von: Ralf Ohm

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Axel Renner
Axel Renner © Pressebilder Hahn

Schwarzes Wochenende für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen: Sowohl die A- (im Viertelfinale) wie auch die B-Jugend (im Achtelfinale) schieden im Kampf um die Deutsche Meisterschaft aus. Doch während die Mannschaft von Florian Maienschein nach dem 29:28-Rückspielcoup beim SC DHfK Leipzig das Aus mit einem „Riesengrinsen“ quittierte, saß bei Georgi Sviridenko und seinen Jungs der Frust tief.

B-Jugend: Denn eine von manchem erhoffte Wiederholung des grandiosen Titelgewinns von 2019 fällt aus. „Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief, denn wir waren schon ambitioniert“, gestand Jugendleiter Renner. Als Stolperstein erwies sich bereits im Achtelfinale der Nachwuchs der Rhein-Neckar Löwen.. Und eine zweite Chance gibt‘s für die Talente des Jahrgangs 2005 nicht, denn die rücken in die A-Jugend auf. Die Folge: ein fundamentaler personeller Umbruch.

„Uns steht eine Aufbausaison bevor“, sagt daher Co-Trainer Max Pregler. Erhalten bleiben dem Trainergespann nur Tom Wolf, Jason Wilfer, Nils Vollmüller, Julian Braune und Leon Stehl (alle 2006er). Ersetzt werden die Abgänge durch Talente aus der C-Jugend von Björn Brede und Christian Dippel, die fast geschlossen in die B-Jugend aufrückt. Wie Rückraumschütze Clindell Johnson, Spielmacher Julian Kreile, Kreisläufer Alessandro Kremser und die beiden Linkshänder Luis Kepper und Mika Krones.

Macht 20 Spieler, die auch etwas Vergangenheitsbewältigung vor sich haben. Denn Trainer Sviriidenko nimmt das verlorene Achtelfinale als Auftrag für die Zukunft: „Wir wollen die Jungs so ausbilden, dass sie in Zukunft solche Spiele für sich entscheiden können.“

A-Jugend: Von einem „gelungenen Saisonabschluss“ sprach Florian Maienschein, der Trainer der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Kein Wunder hatten seine Jungs doch trotz des Ausscheidens beinahe Unmögliches geschafft: nach der 19:30-Klatsche im Hinspiel im Rückspiel beim SC DHfK Leipzig trotz Mini-Kaders mit 29:28 zu gewinnen. Leipzig soll diese Niederlage im kommenden Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen als „Lehre“ (Trainer Matthias Albrecht) dienen. Für die mJSG geht sie als klares Indiz für die „gute Entwicklung“ (Renner) der Mannschaft durch.

„Wir haben gut zusammen gefunden und sind im Laufe der Saison stabiler geworden d.h. wir haben uns schneller aus Schwächephasen rausgezogen“, bilanzierte Spielmacher Manuel Hörr, der seine erste „richtige“ Saison für die Nordhessen spielte und mit seinen Qualitäten gleich zum „Anführer“ avancierte.

Hilfreich beim positiven Entwicklungsprozess war laut Axel Renner auch der Modus mit Vor- und Hauptrunde plus den Spielen K.o-Spielen um die deutsche Meisterschaft: „So konnten wir trotz latenten Drucks zumindest phasenweise mehr Wert auf die Ausbildung der Spieler als auf das Ergebnis legen.“ Niederlagen waren korrigierbar wie etwa die in den ersten beiden Hauptrundenspielen.

Also plädiert er dafür, dieses Corona bedingte Verfahren beizubehalten, befürchtet aber eine Rückkehr zur A-Jugend-Bundesliga mit vier Staffeln. Für die die mJSG dank des Achtelfinales - das Mindestziel - bereits qualifiziert ist. Und dann mit dem Viertelfinaleinzug noch einen drauf legte und das „Optimum“ (Renner) erreichte.

In der kommenden Saison bleibt die Mannschaft komplett zusammen d.h. die bereits in dieser Saison eingesetzten B-Jugendlichen rücken auf. „Sie haben uns bereits enorm geholfen und sind schon auf gutem a-Jugend-Niveau“, sagt Trainer Maienschein über Thorge Lutze, Lasse Ohl, Jost Liebergesell, Luca Pickenhahn oder Ben Wolf.

Das Mindestziel ist die erneute Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Und ein bisschen mehr. „Wir wollen näher an die deutsche Spitze rücken“, meint der Jugendleiter. Also in die Phalanx der „großen Vier“ einbrechen, die im aktuellen Halbfinale unter sich ist.

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