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Melsungen/Körle/Guxhagen kassiert die erste Heimniederlage

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Von: Ralf Ohm

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Seine fünf Tore reichten nicht: Julian Engler (mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen.
Seine fünf Tore reichten nicht: Julian Engler (mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. © Pressebilder Hahn

Das war‘s mit dem Heimnimbus der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Der Grund: Im fünften Spiel vor eigenem Publikum musste sich der heimische A-Jugend-Bundesligist zum ersten Mal - mit 29:38 (19:21) gegen den HSC Coburg - geschlagen geben. Was nichts daran ändert, dass sich die Schützlinge von Florian Maienschein bereits für die Hauptrunde qualifiziert haben.

Melsungen - Ohne Vier (Ohl, Hörr, Potzkai, Drosten) musste der zweite mJSG-Anzug inklusive drei B-Jugendliche ran - und schlug sich zunächst wacker. Zumindest im Angriff. Der ging von Beginn an ein hohes Tempo und hatte sich gut auf die 5:1-Deckung des Gegners eingestellt. Besonders Thorge Lutze, der immer wieder Jason Wilfer am Kreis und Julian Engler im rechten Rückraum freispielte, die dann auch nicht lange fackelten.

Allerdings: Es fehlte der Zugriff in der eigenen 6:0-Deckung, die gegen die treffsicheren Janis und Leonards Valkovskis kein Mittel fand. Die beiden Aufbauspieler waren dann auch die Hauptverantwortlichen für einen 3:0-Lauf der Gäste in Überzahl zum 6:9 (9.). Fortan liefen die Maienschein-Schützlinge hinterher. Blieben aber auf Tuchfühlung, was dem eingewechselten Jost Liebergesell zu verdanken war. Der löste immer wieder blitzschnell in die Nahwurfzone auf, nutzte damit die sich bietenden Räume und hielt sein Team mit vier Toren vor der Pause im Spiel.

Keine Frage: Der Schlüssel zum fünften Heimsieg der mJSG lag in der Defensive. Und sie schien ihn nach der Pause mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung mit dem vorgezogenen Engler gefunden zu haben. Denn die schmeckte Coburg überhaupt nicht. Die Folge: Jost Liebergesell und Leon Stehl glichen zum 24:24 aus (37.). Als Stehl zum 25:24 traf, bahnte sich gar die Wende an. Doch sein Treffer, ein verwandelter Siebenmeter, zählte nicht. Doppeltes Pech: der Rechtsaußen sah auch noch die Rote Karte, weil sein Wurf wohl den Kopf von Torwart Hempel touchiert hatte.

Nicht nur für Trainer Maienschein eine „harte Entscheidung“. Und ein Schlag ins Kontor, denn die Gäste kamen zurück. Weil nun auch ihre Manndeckung gegen Thorge Lutze wirkte. Weil sich Tom Wolf zu viele Fehlwürfe leistete. Weil der überragende Paul Hempel noch zwei Siebenmeter hielt. Und weil die Gebrüder Valkovskis nach ihrer Kunstpause in der Schlussphase zur Treffsicherheit der ersten Hälfte zurückfanden.

Zeitstrafen: 18:8-Min.

Rote Karte: Stehl (38.), Engler (56.).

Von Ralf Ohm

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