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Melsungen/Körle/Guxhagen knackt TuSEM auf der Zielgeraden und erreicht Achtelfinale

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Von: Ralf Ohm

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Im Siegesrausch: Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen bejubelt den 33:28-Erfolg über TuSEM Essen, der ihr den Einzug ins Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft beschert.
Im Siegesrausch: Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen bejubelt den 33:28-Erfolg über TuSEM Essen, der ihr den Einzug ins Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft beschert. © Richard Kasiewicz

Das war richtig knapp. Das war hochdramatisch. Und das war ein überragender Schlussspurt der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Genau der bescherte dem heimischen A-Jugend-Bundesligisten auf der Zielgeraden einen 33:28 (14:14)-Erfolg gegen TuSEM Essen und damit nach der 32:35-Hinspielniederlage den Einzug ins Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft.

Melsungen - „Die Jungs haben gekämpft wie die Löwen“, lobte Georgi Sviridenko, der den erkrankten mJSG-Trainer Florian Maienschein vertrat, die Moral seiner Jungs. Die liefen nach 40 Minuten noch einem 18:20-Rückstand hinterher, bevor sich sich aufmachen konnten, den Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel in Angriff zu nehmen.

Dann erhöhten die Gastgeber noch mal die Intensität n der Abwehr, steigerte sich Torwart Claus. Dann traf auch endlich Tom Wolf, nachdem der hochgewachsene Rückraumspieler zuvor einige Mal an Schlussmann Haferkamp gescheitert war. Sein erstes Tor zum 24:24 (49.) diente quasi als Signal, um noch mal alle Kräfte zu mobilisieren, das Ausscheiden, das lange in der Luft, abzuwenden.

Matchwinner Manuel Hörr

Nebenmann Hörr avancierte schließlich zu dem Mann, der diese Mission anführte. „Ich sollte das übernehmen“, gab er die klare Ansage seines Coaches wider, dessen Vertrauen in seinen dynamischen Mittelmann nicht enttäuscht wurde. Denn der ging entschlossen auf die Lücken der leicht bröckelnden TuSEM-Deckung, erhöhte in der spielentscheidenden Schlussphase sein Torkonto von fünf auf zehn und hatte dabei auch den bis dahin überragenden Mats Haferkamp drauf, der nach 53 Minuten ausgewechselt wurde.

Den Rest besorgten Lennart Claus und seine Vorderleute. Nachdem Florian Potzkai mit seinem Treffer zum 31:28 (55:49) den Rückstand egalisiert hatte, ließen sie keinen Treffer mehr zu. Stattdessen legten Wolf und Potzkai nach. „Wir haben uns gegen die Melsunger Deckung immer schwerer getan und am Ende fehlten uns die nötigen Durchbrüche“, bekannte Essens Trainer Lukas Ellwanger.

Auch weil der Gegner aus der Hinspielniederlage gelernt hatte. „Da waren wir im Abwehrzentrum zu anfällig“, lautete Sviridenkos Beobachtung, der sich nach dem Rückspiel darüber freuen konnte, „dass wir in der Mitte fast keinen Zweikampf verloren haben.“ Und während der zweiten Halbzeit auch die Abstimmung mit dem Torhüter besser wurde, was für den Beck-Nachfolger wegweisend dafür war, dass er noch mal so richtig heiß lief. „Er hat die ganz wichtigen Dinger gehalten“, lobte Manuel Hörr. Der Mann, der die ganz wichtigen Dinger reingemacht hatte.

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