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Melsungen/Körle/Guxhagen schafft Wende mit sagenhaftem 8:0-Lauf

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Von: Ralf Ohm

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Zehn Minuten ohne Gegentor: Schlussmann Ben Wolf, einer der Matchwinner der mJSG in Leipzig.
Zehn Minuten ohne Gegentor: Schlussmann Ben Wolf, einer der Matchwinner der mJSG in Leipzig. © Richard Kasiewicz

Es kam, wie es kommen musste. Die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ist im Viertelfinale um die Deutsche Handball-Meisterschaft gegen den SC DHfK Leipzig ausgeschieden. Allerdings verabschiedete sich der heimische Bundesliga-Nachwuchs mit einem Paukenschlag: Nach dem 19:30 vor eigenem Publikum gewannen Hörr, Engler und Co. bei den Sachsen mit 29:28 (15:16).

Leipzig - Mit einem Rumpfkader (ohne die B-Jugendlichen Lutze, Ohl und Wolf) und nur mit zwei Auswechselspielern gegen eine auf jeder Position doppelt besetzte Gastgeber-Mannschaft. „Wir haben mit Kampf und Leidenschaft den Vorzeichen getrotzt“, freute sich mJSG-Trainer Maienschein. Besonders über eine spektakuläre Aufholjagd. Zu einem Zeitpunkt, als die Messe eigentlich gelesen schien.

Nach 48 Minuten nämlich. Die Leipziger hatten gerade durch Timo Backofen (2) und Finn-Lukas Neun auf 27:21 erhöht und die tapfer kämpfenden Gäste schienen ihrem Kräfteverschleiß Tribut zollen zu müssen. Denkste. Florian Maienschein stellte seine Deckung auf eine 5:1-Variante um, baute im Angriff auf den siebten Feldspieler und im Tor auf Ben Wolf, der postwendend seinen Kasten zunagelte. Genau zehn Minuten, in denen seine Vorderleute trotz einer zwischenzeitlichen Zeitstrafe für Florian Drosten einen sagenhaften 8:0-Lauf hinlegten. Allein vier Mal traf Manuel Hörr, der überragende Spielmacher, der überhaupt nicht mehr zu halten war - 27:29 (58.).

„Bei uns hat nichts mehr gepasst“, ärgerte sich SC-Trainer Matthias Albrecht. Noch mehr indes über die „fehlende Bereitschaft“ seiner Schützlinge. Genau die zeichnete die Gäste aus. Die mussten zwar 33 Sekunden vor Schluss noch den Anschlusstreffer durch Oliver Weber hinnehmen, brachten dann aber den verbliebenen Ein-Tore-Vorsprung sicher nach Hause.

Sehr zur Freude auch von Florian Potzkai, der vor dem Rückspiel die Devise ausgegeben hatte, wenigstens eins der beiden Viertelfinal-Duelle mit den Leipzigern zu gewinnen. Das kam nach der Hinspielpleite doch etwas trotzig rüber. War es aber nicht. Mit der Trotzreaktion in der Höhle des Löwen ließen der Rechtsaußen und seine Nebenleute seinen Ambitionen erstaunliche Taten folgen.

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