DM-Halbfinale

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen will das Wunder gegen Füchse Berlin anschieben

Hoffnungsträger: Kehrt Rückraumspieler Malvin Haeske (l.) aus der Quarantäne in die Mannschaft der mJSG zurück?
+
Hoffnungsträger: Kehrt Rückraumspieler Malvin Haeske (l.) aus der Quarantäne in die Mannschaft der mJSG zurück?

Ein Wunder ist ein außergewöhnliches, aller Erfahrung widersprechendes Ereignis. Eins, das entsprechend selten passiert, aber eben auch nicht völlig ausgeschlossen ist. Zumal wenn die, die es brauchen, es durchaus in der Hand haben, dieses ein wenig anzuschieben.

Melsungen - Genau das hat sich die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen die Füchse Berlin (Fr. 19 Uhr Stadtsporthalle Melsungen, live auf Sportdeutschland.tv) hinsichtlich eines Zehn-Tore-Rückstandes vorgenommen. „Wir wollen die Füchse in Bedrängnis bringen und dann mal sehen, was geht“, sagt Torwart Jannik Büde. Was ein wenig wie das Pfeifen im dunklen Wald anmutet, hat durchaus seine realen Vorgänger. Im Finale 2019 etwa holten die SG Flensburg-Handewitt gegen die Rhein-Neckar Löwen immerhin sechs Treffer auf.

Auch Rückraumspieler David Kuntscher kann sich trotz der 26:36-Klatsche in der Hauptstadt noch nicht damit abfinden, dass das zweite Duell das letzte sein soll. Die Konsequenz: „Wir werden noch mal alles rein werfen.“ Wohl mit Malvin Haeske, der frisch aus der Quarantäne kommt, aber eventuell ohne Ole Pregler, der sich in der Schlussphase des Hinspiels an der Wade verletzte. Immerhin: Es ist kein Faserriss sondern „nur“ eine Zerrung. „Es könnte mit meinem Einsatz eng werden“, erklärt der Torjäger, der täglich physiotherapeutisch behandelt wird. Passend zu den Aussichten seiner Mannschaft: „Zehn Tore ist ein echtes Brett. Da muss bei uns alles passen und beim Gegner umso weniger.“

Bangen um Ole Pregler

Angesichts der souveränen und vor allem abgezockten Vorstellung der Jungfüchse, die sich im Laufe des Wettbewerbs überhaupt noch keine Blöße gegeben haben, zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist. Auch weil Trainer Bob Hanning, der bis auf Kreisläufer Marc Walter erneut auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann, den Fuß auf dem Gas lässt: „Wir wollen auch in Melsungen gewinnen.“ In dem Wissen, „dass die Mannschaft zu Hause sicherlich anders auftreten wird.“

Genau das verlangt Florian Maienschein von seinen Schützlingen. Also vor allem die eigenen Chancen konsequenter nutzen, um nicht erneut in die Berliner Konter zu laufen. Der „Vorteil“ der Hinspielklatsche: „Wir haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen.“ Das Ziel des mJSG-Coaches ist ein Sieg gegen den Favoriten. Über die Höhe spricht er nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.