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Melsungen/Körle/Guxhagen zum Auftakt der K.o.-Runde gegen Essen

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Von: Ralf Ohm

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Thorge Lutze nimmt Maß: Beim dynamischen Rückraumspieler der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ging zuletzt die Formkurve steil nach oben, womit der Torjäger auch ein Hoffnungsträger für die K.o.-Runde ist.
Thorge Lutze nimmt Maß: Beim dynamischen Rückraumspieler der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ging zuletzt die Formkurve steil nach oben, womit der Torjäger auch ein Hoffnungsträger für die K.o.-Runde ist. © Pressebilder Hahn

„Jetzt geht‘s richtig los“, sagt Axel Renner, Jugendleiter der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Und freut sich drauf. Auf die K.o.-Spiele um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend nämlich, die nach Vor- und Hauptrunde ab kommenden Wochenende auf dem Programm stehen.

Melsungen - Ein Modus, den der Jugendleiter der mJSG „überragend“ findet. Denn: „Aufgrund der verschiedenen Phase hatten wir Planungssicherheit und konnten wirklich in die Ausbildung der Spieler investieren und die Mannschaften weiterentwickeln.“ Das gilt, insbesondere, für die eigene, vor der Saison fast völlig neu zusammengesetzte, die sich nach „Startschwierigkeiten“ (Trainer Maienschein) und „Findungsphase“ (Renner) rechtzeitig gefangen hat, um sich in der Hauptrunde A Staffel 2 noch den dritten Platz zu sichern. Was ihr als Gegner im Sechzehntelfinale TuSEM Essen (Hinspiel Sa. 20 Uhr in der Sporthalle Margarethenhöhe) bescherte.

Nun wird der Druck höher, kann eine Niederlage in Hin- oder Rückspiel das abrupte „Aus“ bedeuten. Für Axel Renner ist das Achelfinale Pflicht, bedeutet es doch die automatische Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga 2022/23. Das Viertelfinale wäre „super“, das Halbfinale, das die mJSG in den letzten beiden Jahren jeweils erreichte, „ein Traum“.

Favoriten sind für ihn Titelverteidiger Füchse Berlin, der in der Hauptrunde A, Staffel 1 keinen einzigen Punkt abgab (28:0) und die Rhein-Neckar Löwen, souveräner Sieger in der Staffel 2 (25:3). Außenseiterchancen haben für den Ex-Gummersbacher Leipzig und Flensburg/Handewitt.

Florian Maienschein strahlt aufgrund des „großen Entwicklungsschritts“ seines Teams Zuversicht aus. „Klar sind die Spieler vor der K.o-Phase noch etwas fokussierter. Doch die Mannschaft ist gut drauf und auf diesen Lauf wollen wir aufbauen“, erklärt der mJSG-Trainer.

Besonders angetan ist er von den Fortschritten von Carl Beck, der sich im _Dreikampf um die Nummer eins im Tor einen kleinen Vorteil verschafft hat. Und von Thorge Lutze, zuletzt achtfacher Torschütze in Bittenfeld: „Er sorgt für Tempo im Angriff, ist ein guter Vorbereiter und hat auch enorme Qualitäten im Abschluss, die er immer mehr unter Beweis stellt“, lobt Maienschein seinen Rückraumspieler. Da Manuel Hörr wieder völlig fit ist, kann er zudem personell aus dem Vollen schöpfen.

Achtelfinale ist Pflicht

Gegen eine „sehr solide Mannschaft mit Potenzial“ (Maienschein), bei der die Leistungskurve ebenfalls in den letzten Wochen nach oben zeigte. Dem fünften Platz in der Vorrunde folgte ein dritter in der Hauptrunde B knapp hinter Gummersbach und Staffelsieger Münster, dem der Zweitliga-Nachwuchs beim 27:28 zuletzt einen harten Kampf lieferte.

Schlüsselspieler sind die robusten Sam de Vries und Luis Buschhaus sind, die sowohl den Mittelblock einer kompakten 6:0-Deckung bilden wie auch ein spiel- und abschlussstarkes Rückraum-Duo. Zur Aufbaureihe gehören weiterhin der zweikampfstarke Alexander Maximilian Ernst, der als Rechtshänder auf der rechten Seite agiert, und der Halblinke Julius Hentsche, der seine Wurzeln im Schwalm-Eder-Kreis hat. Sein Großvater Hans-Jürgen Hentschke aus Borken, 1966 Deutscher Jugendmeister über 300 Meter Hürden, wird als als zweitbester Zehnkämpfer in der ewigen Kreis-Bestenliste geführt wird. Seine Cousinen Merle Tetem (ESV Jahn Treysa) und Paula Tetem (LAV Kassel) sind überaus erfolgreiche Leichtathletinnen.

Fehlt als Essener Gefahrenherd noch der quirlige Rechtsaußen Elian Noah Brill, so dass Engler, Drosten und Co. die Westdeutschen auf keinem Fall unterschätzen sollten. Denn auch für die geht es bei Null los. Und die K.o.-Runde hat bisweilen durchaus ihre eigenen Gesetze offenbart.

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