Premiere für Fritzlar

Melsungen möchte Meister werden: Vorschau auf die Jugend-Oberliga im Handball

Voller Einsatz: Cira Zinn, hier leidenschaftlich beim Wurf im Spiel bei HSG Hoof/Sand/Wolfhagen, möchte sich mit dem SV Germania Fritzlar in der A-Jugend-Oberliga beweisen.
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Voller Einsatz: Cira Zinn, hier leidenschaftlich beim Wurf im Spiel bei HSG Hoof/Sand/Wolfhagen, möchte sich mit dem SV Germania Fritzlar in der A-Jugend-Oberliga beweisen.

Die Winterpause war für die heimischen Jugend-Mannschaften eine kurze. Bereits an diesem Wochenende starten die Teams in die neue Oberliga-Saison – und dies durchaus ambitioniert.

Schwalm-Eder – Die jeweils ersten vier Mannschaften jeder Oberliga-Staffel stehen im Viertelfinale um die Hessenmeisterschaft. Die Finalteilnehmer und der Drittplatzierte erhalten einen Direktplatz für die Oberliga-Saison 2022/23. Gespielt wird eine einfache Runde ohne Rückspiel.

Weibliche A-Jugend

„Wir haben mit der Qualifikation einen tollen Erfolg erzielt. Nun wollen wir in der Oberliga eine vernünftige Rolle spielen“, sagt SVG-Trainer Harald Birk. Dabei bekommen es die Domstädterinnen mit weitgehend unbekannten Gegnern zu tun. Als Favorit gilt die HSG Bensheim/Auerbach II. Das Team der langjährigen Bensheimer Bundesliga-Spielerin Ingrida Bartaeviciene verfügt über mehrere Spielerinnen, die auch schon in der A-Jugend-Bundesliga zum Einsatz kamen.

„Unsere Stärke war der mannschaftliche Zusammenhalt. Zudem haben wir zwei herausragende Torfrauen“, lobt Birk das Team. Lisa Clobes und Alexandra Weber im Tor hatten großen Anteil daran, dass die Domstädterinnen in der Hessenliga im Schnitt gerade einmal 22,1 Gegentore kassierten. Darüber hinaus überzeugten besonders Linksaußen Rika Simon, Julia Fischer und Cira Zinn, die zusammen mehr als die Hälfte aller SVG-Treffer erzielten.

Männliche B-Jugend

Der große Favorit in Gruppe 1 ist die vom Trainergespann Georgi Sviridenko und Max Pregler betreute mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Das Team marschierte derart souverän durch die Hessenliga, dass Schlüsselspieler wie Tom Wolf oder Thorge Lutze, aber auch Jost Liebergesell, Lasse Ohl und Luca Pickenhahn weitgehend an die A-Jugend abgestellt werden konnten. Zu den Leistungsträgern zählen Rechtsaußen Leon Stehl und Kreisläufer Jason Wilfer, die wie mehrere andere MT-Talente in der Hessenauswahl auflaufen. „Unser Ziel ist definitiv die Meisterschaft“, sagt Pregler.

In der Gruppe gilt die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen als schwieriger Gegner. Allerdings besteht das Team des früheren Hüttenberger Zweitliga-Spielers Markus Semmelroth vornehmlich aus Spielern des jüngeren Jahrgangs. Nicht zu unterschätzen ist auch die HSG Hanau, die drei Hessenauswahl-Spieler stellt.

In der Staffel 2 tritt die JSG Dreiburgenstadt an. „Wir haben eine sehr gute Vorrunde gespielt. Das war so nicht zu erwarten“, sagt JSG-Trainer Wilko Brachvogel. Dabei profitierten die Edertaler vor allem davon, dass mit Edin Fitozovic und Felix Kindl zwei Talente von der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den Weg zur JSG fanden. „Wir wollen 6:4 Punkte holen und unter die ersten Vier kommen“, gibt Brachvogel als Saisonziel aus: „Das Viertelfinale ist dann Bonus“. Als Favoriten gelten die HSG Rodgau/Nieder-Roden, die 2019 in der C-Jugend Hessenmeister wurde, und die HSG Hochheim/Wicker. In der Hessenliga leisteten sich die Edertaler in der Offensive noch zu viele Fehlwürfe, überzeugten aber mit einer starken Abwehrarbeit. Zu den Schlüsselspielern zählen neben Fitozovic und Kindl auch Tarek Brachvogel und Christian Jakobi.

Männliche C-Jugend

„Wir wollen bei den Spielen um die Hessenmeisterschaft dabei sein und um den Titel mitspielen“, sagt Björn Brede, der zusammen mit Christian Dippel die C-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen betreut. Zu den Schlüsselspielern der Bartenwetzer zählen Spielmacher Julian Kreile, der Halblinke Clindell Johnson und Rechtsaußen Mika Krones. Aber auch Louis Kepper und Felix Hillwig im rechten Rückraum sind Leistungsträger.

Ärgster Konkurrent im Kampf um die Hessenmeisterschaft dürfte die HSG Hochheim/Wicker aus Staffel 2 sein. Die Südhessen hielten sich in der Hessenliga schadlos und brannten ein wahres Feuerwerk ab. Im Schnitt traf das Team pro Partie 43,8 mal.

Weibliche C-Jugend

„Ich bin positiv überrascht, wie gut wir durch die Quali gekommen sind“, sagt Christian Denk, der seit Sommer die C-Jugend-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof betreut. Dabei setzten sich die SG-Talente auch gegen den favorisierten TV Hersfeld durch und sicherten sich den Gruppensieg in der Hessenliga. In der anstehenden Oberliga-Saison will die Mannschaft eine gute Rolle spielen. Dafür hat sie viel getan. Unter anderem wurde das Trainingspensum erhöht. In der ersten Januarwoche trainierten die Mädchen sogar zweimal täglich.

Neben Rückraumspielerin Juliana Wagner kann sich die SG über eine weitere Hessenauswahl-Spielerin freuen, denn auch Kreisläuferin Meriam Grün wurde für den Lehrgang am 22./23. Januar in Frankfurt nominiert. Absoluter Favorit in der Gruppe ist die TSG Oberursel, die allein sieben Auswahlspielerinnen stellt. (Marcel Glaser)

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