2. Handball-Bundesliga Frauen: Kirchhof in Travemünde - Raubmöwen planen SG

Mihai trifft auf guten Freund

Engagiert: Travemündes Trainer Sören Jeppesen während einer Auszeit. Rechts im Bild: Catherin Weh. Foto: Kasiewicz

Melsungen/Travemünde. „Für eine Stunde“, sagt Cristina Mihai schmunzelnd, „ist nichts mit Freundschaft.“ Davor und vor allem nach dem Spiel der 2. Handball-Bundesliga beim Tabellenletzten TSV Travemünde (So. 15.15 Uhr) wird die Angreiferin der SG 09 Kirchhof durchaus den Kontakt zu Sören Jeppesen suchen. Zu dem Dänen, der für sechs Monate in Bad Wildungen ihr Trainer war, mit dem sie und ihr Freund immer noch den Kontakt pflegen und der jetzt für die Raubmöwen des TSV verantwortlich ist.

Nachdem Mihai mittlerweile einige Videos von den Spielen des Gegners gesehen hat, ist sie durchaus angetan von der Arbeit ihres Ex-Coachs: „Die Mannschaft hat sich gut entwickelt.“ Ganz gleich, dass es bislang nur für einen einzigen Sieg reichte. Der war allerdings eine echte Sensation: 26:22 daheim gegen den starken FSV Mainz 05. An einer weiteren faustdicken Überraschung schnupperten die Lübeckerinnen Mitte Januar zu Hause gegen den BSV Sachsen Zwickau, als sie zur Pause mit 20:15 vorn lagen und lediglich mit 28:29 den Kürzeren zogen.

„Wir sind Sören sehr dankbar dafür, dass er mit uns dieses Abenteuer durchzieht“, erklärt Travemündes Manager Frankl Barthel. Mit Blick darauf, dass von dieser jungen unerfahrenen Mannschaft der „Raubmöwen“ auch nicht sonderlich viel zu erwarten war: „Man kann nicht mal eben aus einer Regionalliga- eine Zweitliga-Mannschaft machen.“ Nach dem Fast-Abstieg in der vergangenen Serie verließ nahezu die komplette Mannschaft den Verein. Lediglich Laura Riehl und Catherin Weh sind bei den Ostseestädterinnen geblieben.

Für den Klassenerhalt braucht der TSV nun unbedingt einen Sieg gegen Kirchhof. „Wir werden alles probieren, um die Punkte zu holen“, erklärt Sören Jeppesen. Der Manager verströmt sogar noch etwas mehr Optimismus: „Wenn wir komplett antreten können, werden wir gewinnen.“ Ein Fragezeichen stand zuletzt hinter dem Einsatz von Spielmacherin Simone Larsen Poulsen - eine der besten Regisseurinnen in der Klasse, die genauso wie Riehl und Leonie Wulf für die Tore aus dem Rückraum sorgen soll. Sicher nicht dabei sind Jenny Stapelfeldt (Knie-Operation) und Carina Aselmeyer (OP nach Kreuzbandriss).

Aber egal, was in Travemünde noch alles passiert: Barthel hätte nichts dagegen, wenn Jeppesen seinen Vertrag verlängert. Hinter den Kulissen wird die Spielgemeinschaft mit dem VfL Bad Schwartau vorbereitet. Durchaus denkbar, dass die Mannschaft in der kommenden Spielzeit als SG Raubmöwen an den Start geht. Foto: Archiv

Von Björn Mahr

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