3. Liga Handball: Über 500 Kilometer Anreise - Spielbeginn am Samstag um 19.30 Uhr

Northeimer HC fährt zum Auswärtsspiel beim Stralsunder HV

Vorbei am gegnerischen Torwart wirft hier der Northeimer Christian Stöpler den Ball.
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Vorbei am gegnerischen Torwart wirft hier der Northeimer Christian Stöpler den Ball.

Eine lange Anreise steht den Drittliga-Handballern des Northeimer HC zum Spiel beim Stralsunder HV bevor. Los geht es Samstagabend um 19.30 Uhr.

Northeim - Und statt von feiernden Fans werden die Spieler von viel Ungewissheit begleitet. Denn wenn sich das Team vom Trainergespann Carsten Barnkothe und Nicolai Hansen am Samstagmorgen auf die mehr als 500 Kilometer weite Anreise zum Schlusslicht der Staffel macht, könnte dies das letzte Spiel vor einer längeren Pause sein. Denn noch hat der DHB nicht entschieden, ob die Staffeln der 3. Liga - wie die 2. und 1. Liga - dem Profisport zugeschlagen werden oder aber als Amateursport dem Corona-Lockdown zum Opfer fallen. Anfang nächster Woche soll verkündet werden, ob und wie es weitergehen kann.

Für Trainer Barnkothe eine ungemein wichtige Entscheidung: „Eine weitere Pause, in der weder trainiert noch gespielt werden darf, schadet der Moral und natürlich auch dem Trainingsstand der Spieler.“

Aktuell ist die Stimmung in seiner Mannschaft gut, findet Barnkothe: „Die vier Pluspunkte, die wir bis jetzt haben, sind wichtig. Wir waren bei den Unentschieden und auch bei der Niederlage immer nah am Gegner dran.“

Gut wäre am Samstag gegen den zweimaligen Kurzzeit-Bundesligisten (2002/03 und 2008/09) auch ein Einsatz von Tim Gerstmann, dem ein Bänderriss Probleme bereitet. Barnkothe brachte Gerstmann beim jüngsten Remis gegen Bernburg überraschend in der zweiten Halbzeit. Der Spielmacher führte sein Team rasch zu einer Fünf-Tore-Führung, die jedoch kurz vor Schluss fast wieder verspielt worden wäre. Zwei Punkte waren für die Northeimer in jedem Fall drin.

Schlechter sieht es beim kommenden Gegner aus, den Barnkothe keinesfalls unterschätzen will. „Oben in der Tabelle stehen einige Mannschaften, die nur unter wirklich komplett optimalen Bedingungen zu schlagen sind. Aber gegen acht, neun Teams der Liga kann man gewinnen. Die bisherigen Ergebnisse von Stralsund sind wenig aussagekräftig“, verdeutlicht der NHC-Trainer. Der Aufsteiger aus der Oberliga Ostsee-Spree pendelt seit seinen Erstliga-Abenteuern (sie endeten mit Insolvenz und Abstieg) zwischen 3. und Oberliga und steckt aktuell bereits tief im Keller (0:8 Punkte).

Vier Niederlagen, darunter gegen die starken Teams aus Hildesheim, Braunschweig und Oranienburg, aber auch gegen die neuntplatzierte HSG Ostsee, stehen bei den Gastgebern bisher zu Buche. Trainer Steffen Fischer, der selbst im Rückraum und am Kreis tätig ist, kämpft zudem seit Saisonbeginn mit vielen Verletzungen, die den Stralsunder Kader schrumpfen ließen.  (Axel Janßen)

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