Final-Four der B-Jugend

mJSG bangt um Wolf vor Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen

Explosiver Abschluss: Auf seine Wurfkraft aus der zweiten Reihe setzt die mJSG. Allerdings ist Tom Wolf (r.) vor dem Final-Four angeschlagen.
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Explosiver Abschluss: Auf seine Wurfkraft aus der zweiten Reihe setzt die mJSG. Allerdings ist Tom Wolf (r.) vor dem Final-Four angeschlagen.

Der Auftrag ist klar definiert: „Georgi, mach‘s noch einmal.“ Georgi Sviridenko, der Trainer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, der vor zwei Jahren mit der B-Jugend den Titel holte, hat beim Final-Four-Turnier am Wochenende in Dormagen die Chance, diesen mit den Nachfolgern des „goldenen“ Jahrgangs 2002 zu verteidigen. „Wir sind bereit“, sagt der Handball-Lehrer mit gebührenden Respekt vor dieser schwierigen Mission.

Melsungen/Dormagen - Bei der es laut dem 58-Jährigen „keinen Favoriten“ gibt. Was Dennis Horn, Jugendkoordinator von Gastgeber Bayer Dormagen, unterstreicht: „Die Sache ist völlig offen. Auch durch den K.o-Modus.“ Dessen Kollege Fabian Lüdke von den Füchsen Berlin, die mit der A-Jugend bereits im Finale stehen, träumt zwar vom „Double“, definiert das aber „eher als Wunsch denn als Ziel“. Der Grund: „Hier treffen vier Teams auf Augenhöhe aufeinander.“

Von denen in der Gruppenphase mJSG-Gegner Rhein-Neckar Löwen (Sa. 17.30 Uhr) die wohl spektakulärsten Ergebnisse erzielte. Besonders das 35:23 gegen Mitfavorit Leipzig ließ aufhorchen. „Da passte bei uns alles zusammen“, sagt Trainer Tobias Scholtes. Gemeint waren zahlreiche Ballgewinne seiner offensiven Deckung, das explosionsartige Umschalten als Ausgangspunkt einer torhungrigen ersten und zweiten Welle sowie ein spielstarker und durchschlagskräftiger Positionsangriff.

„Die Rhein-Neckar Löwen sind ein bärenstarker Gegner mit viel individueller Qualität“, weiß Thorge Lutze, was auf den Spielmacher und seine Mannschaft im zweiten Halbfinale (im ersten treffen Dormagen und Berlin um 15 Uhr aufeinander, das Finale findet am Sonntag um 12.30 Uhr statt) zukommt. Der 15-Jährige ist derzeit Melsungens einziger DHB-Auswahlspieler. Die Junglöwen haben sechs davon: die Rückraumspieler Felix Göttler, Lennart Karrenbauer, Philipp Alt, Jonas Rieche und Magnus Grupe sowie Linksaußen David Moré. Sviridenkos Rezept angesichts derart geballter Klasse: „Wir müssen in der Defensive kompakt stehen und die Gegenspieler früh stellen.“

Ob mit oder ohne Tom Wolf im Mittelblock, der aufgrund eines Bänderrisses seinen Fuß im Training nicht belasten durfte, ist noch offen. Gebraucht wird der 1,94 Meter große Schlaks wohl noch mehr im Angriff. Auch wenn Luca Pickenhahn nach komplizierter Schulterverletzung zurück und nach Ansicht seines Trainers „in guter Form ist“.

Wie das gesamte Team, was es beim überzeugenden 32:24-Testspielsieg gegen Lemgo - einer durchaus gelungenen Generalprobe - unter Beweis stellte. Keine Frage, sie brennen, die heimischen Talente des Jahrgangs 2004 bis 2006. Aber die Rivalen eben auch. Für alle ist‘s nämlich das erste Mal. Für Georgi Sviridenko nicht.

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