B-JUGEND-MEISTERSCHAFT

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen mit Optionen ins Final-Four-Turnier

Nicht zu halten: Thorge Lutze (Nr. 15), hier attackiert vom Magdeburger Julius Drachau, der sowohl als Vorbereiter wie auch im Abschluss überzeugte.
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Nicht zu halten: Thorge Lutze (Nr. 15), hier attackiert vom Magdeburger Julius Drachau, der sowohl als Vorbereiter wie auch im Abschluss überzeugte.

Auch ohne Spielpraxis waren die B-Jugendlichen der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen nicht zu halten und zogen souverän ins Final-Four-Turnier um die Deutsche Meisterschaft ein.

Melsungen – Die Zweifel des Trainers waren unbegründet. Das Bangen, wie denn nach einem Jahr Wettkampfpause seine Schützlinge wohl aus den Startlöchern kommen würden. „Uns fehlte einfach die Spielpraxis“, klagte Georgi Sviridenko vor dem Restart um die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft. Danach waren seine Sorgenfalten verschwunden. „Ich musste die Jungs einfach nur loslassen“, konnte er nach zwei klaren Gruppensiegen, die der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den Einzug ins Final-Four bescherten (12./13. Juni), erleichtert konstatieren.

In der Tat. Sie legten los wie die Feuerwehr. Ein höllisches Tempo, das Magdeburg im ersten Spiel (30:24) noch mitgehen konnte, während der TV Nieder-Olm im zweiten (29:21) frühzeitig überrannt wurde. So wurde der heimische Bundesliga-Nachwuchs vor zwei unterschiedliche Herausforderungen gestellt - und bestand beide mit Bravour.

Der SCM war 40 Minuten gleichwertig, aufgrund seiner physischen Präsenz alles andere als leicht zu bespielen. Doch als er nachließ, schlug die mJSG mit einem spielentscheidenden Zwischenspurt zum 26:20 erbarmungslos zu. „Als Magdeburg schwächelte, waren wir hellwach“, konnte Thorge Lutze mit Fug und Recht behaupten. Der Spielmacher, der auch das persönliche Duell mit seinem Jugend-Nationalmannschaftskollegen Fritz-Leon Haake gewann. Denn: Der 16-Jährige agierte mannschaftsdienlicher und leistete sich weniger Fahrkarten.

In der Pfalz spielte die mJSG noch kompakter auf. Gezwungenermaßen nach dem Ausfall von Tom Wolf, der gegen Magdeburg umgeknickt war. So feierte Luca Pickenhahn nach langer Verletzungspause ein zufrieden stellendes Comeback, versuchten sich auch Florian Drosten, Julian Engler und Felix Kindl abwechselnd erfolgversprechend im linken Rückraum. Dass im rechten Trainer Sviridenko ein Linkshänder fehlt, wurde von Rechtshänder Manuel Hörr erneut mehr als kompensiert.

„Wir haben Optionen und diese Erkenntnis nehmen wir gerne mit“, freute sich der mJSG-Coach im Hinblick auf das Final-Four-Turnier, für das sich neben seiner Mannschaft auch die Füchse Berlin, Bayer Dormagen und die Rhein-Neckar Löwen qualifizierten. Ein erlesenes Feld. Trotzdem dürfte sich Melsungens Coach diesmal weniger Sorgen machen. Er weiß ja nun, was zu tun ist.

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