A-Jugend-Bundesliga

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen startet mit Glanzvorstellung in Deutsche Meisterschaft

Wie seine Teamkameraden bereits in Spiellaune: Lasse Hellemann, Kreisläufer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, der hier Gelnhausens Silas Altwein (l.) stehen lässt.
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Wie seine Teamkameraden bereits in Spiellaune: Lasse Hellemann, Kreisläufer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, der hier Gelnhausens Silas Altwein (l.) stehen lässt.

Das war überzeugend: Mit einem souveränen 39:18-Erfolg gegen den TV Gelnhausen machte die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den ersten Schritt Richtung Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft.

Melsungen – Manchmal beginnt ein Handballspiel schon vor dem Anpfiff. Etwa dann, wenn es das erste nach sieben Monaten Pause ist. „Im Kabinengang hat‘s schon angefangen zu kribbeln“, beschrieb Kreisläufer Hellemann seinen Gemütszustand vor dem „Comeback“ der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen den TV Gelnhausen. Verbunden mit leisen Bedenken, ob denn der Mit-Favorit auf die Deutsche Meisterschaft angesichts der langen Wettkampfpause gleich seinen Rhythmus finden würde.

Die waren nach drei Minuten beseitigt. Da begann der Gastgeber, aus einem 1:2-Rückstand eine 9:2-Führung (12.) zu machen und frühzeitig auf die Siegerstraße einzubiegen. „Das war ein richtig guter Einstieg“, freute sich mJSG-Trainer Maienschein über einen souveränen 39:18 (18:8)-Erfolg seiner spielfreudigen Schützlinge, mit dem diese den ersten Schritt Richtung Viertelfinale machten. Und schon mal ein Zeichen an die Konkurrenz sendeten. Besonders mit einer bärenstarken Abwehrleistung.

„Das passte schon richtig gut“, konnte der überragende Torwart Goldmann mit Fug und Recht behaupten. Angesichts einer 6:0-Deckung, die sich für den Gegner als Gummiwand entpuppte, an der seine Angriffsversuche immer wieder abprallten. Gelnhausens Rückraumspieler wurden ständig bearbeitet, ohne dass am Kreis Räume entstanden. Und TVG-Torjäger Lasse Georgi in bester Volleyballmanier geblockt.

Dank hervorragender Abstimmung mit seinen Vorderleuten stand Moritz Goldmann zudem immer schon da, wo er stehen musste. 24 Paraden gingen auf sein Konto. So fiel der übliche Torwartwechsel zur Pause aus. „Ich konnte ihn angesichts seiner starken Leistung nicht rausnehmen“, gestand Florian Maienschein, der aber ansonsten schon frühzeitig durch wechselte.

Weil er es sich leisten konnte. Selbst den Luxus, Bundesliga-Spieler Ole Pregler erst nach 17 Minuten zu bringen. Da hatten seine Teamkameraden schon für eine 12:4-Führung gesorgt. Im Positionsangriff geglänzt, wo jeder, zumeist vom umsichtigen Regisseur Kompenhans freigespielt, mal (erfolgreich) abschließen durfte. Dazu glich die erste und zweite Welle der Gastgeber einem D-Zug - mit dem dynamischen Rechtsaußen Fitozovic als Lokführer. Der vollendete sicher und variantenreich die zahlreichen Gegenstöße.

Trainer Maienschein konnte frühzeitig durchwechseln

Kein Zweifel: Bei seiner Mannschaft griff ein Rädchen in das andere. Holten sich, so der mJSG-Coach, seine Schützlinge hinten die Sicherheit für vorne. Einziger Wermutstropfen: Linksaußen Ben Beekmann verletzte sich bei einem Kempa-Versuch am Knie und musste von Florian Drosten ersetzt werden. Und das vom „Chef“ kurz vor der Pause angeordnete Spiel Sieben gegen Sechs trug keine Früchte.

Also ruderte der erst mal zurück. Ließ nach dem Wechsel Jona Rietze (auf der der Mitte) und Jonas Ebner (am Kreis) ran, die entscheidend zum 4:0-Lauf unmittelbar nach Wiederanpfiff zum 22:8 (34.) beitrugen. Die Südhessen kamen fast nur noch über Tempogegenstöße zum Erfolg, auch weil die Disziplin der Gastgeber beim Rückzug verständlicherweise etwas nachließ. Fünf Minuten vor Schluss nahm Trainer Maienschein einen zweiten Anlauf in Sachen Überzahlspiel. Diesmal mit durchschlagenden Erfolg, als seine Mannschaft von 35:18 auf 39:18 erhöhte: „Wir haben abgeklärter und geduldiger gespielt und so stets den freien Mann gefunden.“

Auch derlei schnelle Fortschritte passten ins Bild der eigenen Glanzvorstellung. Weniger, dass Lasse Hellemann Sekunden vor Schluss an Torwart Lukas Deiseroth scheiterte. Und so „das 40. Tor verweigerte“, wie sich der 19-Jährige von seinen Mannschaftskameraden mit einem Augenzwinkern nach dem Schlusspfiff vorhalten lassen musste. Es gibt, so der Eindruck des ersten Spiels, noch einige Gelegenheiten, das wieder gut zu machen.

mJSG: Goldmann (24 Paraden/18 Gegentore); Büde (n.e.); Haeske 3, Beekmann 2, Ebner 4, Pregler 2, Kompenhans 3, Fitozovic 9, Andrei 1, Hellemann 5, Rietze 2, Kuntscher 4/1, Dhaliwal 1, Drosten 2.

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