A-Jugend-Meisterschaft

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen vor Viertelfinal-Rückspiel trotz guter Ausgangsposition gewarnt

Unwiderstehlich: An Elias Huber (l.) und Torwart Nico Huber vorbei (beide Balingen/Weilstetten) erzielt Linksaußen Ben Beekmann einen seiner sechs Treffer für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen.
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Unwiderstehlich: An Elias Huber (l.) und Torwart Nico Huber vorbei (beide Balingen/Weilstetten) erzielt Linksaußen Ben Beekmann einen seiner sechs Treffer für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen.

Ein Remis im Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft ist, zumal in der Fremde, sicherlich aller Ehren wert. Ein Erfolg weil eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel (So. 15 Uhr Stadtsporthalle Melsungen). Und doch löste das 33:33 der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen bei der JSG Balingen/Weilstetten im Gästelager alles andere als Zufriedenheit aus.

Balingen/Melsungen - „Das Unentschieden war sicherlich für beide verdient, doch ich weiß auch, dass wir es besser machen können“, stellte mJSG-Trainer Maienschein fair und kritisch fest. Auch Kapitän David Kuntscher wirkte zerknirscht: „Balingen hat uns richtig geärgert, weil wir als Kollektiv nicht kompakt genug aufgetreten sind.“

Dabei war das 2:5 nach fünf Minuten eine gute Grundlage und bis zum 12:16 (25.) alles in Ordnung. Dann machte Florian Maienschein einen „Knick“ im Spiel seiner Mannschaft aus, die vorher dank des überragenden Regisseurs Paul Kompenhans, der seine Nebenleute taktisch klug frei spielte und dabei selbst äußerst torgefährlich war, den Gegner im Griff gehabt hatte. Der eigene Angriff leistete sich nun mehr und mehr Fehlwürfe und warf damit, so Linksaußen Beekmann, den eingewechselten Torwart Huber (15.) „warm“. Und in der Deckung ging der Zugriff auf Balingens Rückraumspieler verloren, was besonders der sechsfache Torschütze Tim Wente zu nutzen wusste.

Remis von Gastgebern gefeiert

Als die Gäste nach Preglers Tor zum 18:21 (33.) zwei weitere Tempogegenstöße vergaben, war die letzte Chance auf den angepeilten sicheren Sieg vertan. Stattdessen steckten die Gallier von der Alb auch Wentes Rote Karte weg (40.), zogen ihr Spiel nun noch schneller und breiter auf und setzten ihre Außen Nico Kübler und Elias Fügel in Szene. Darauf hatte die mJSG erst mal keine Antwort. War aber, als die Not am größten schien (beim 30:27 nach 52 Minuten), immerhin in der Lage, gerade noch rechtzeitig den Schalter umzulegen.

Was nichts daran änderte, dass Julian Thomann von zwei gestressten Trainern der weitaus glücklichere war. „Natürlich ist dieses Remis ein großer Erfolg für uns“, bekannte der JSG-Coach. Und hat wie seine Mannschaft Lunte gerochen: „Nun wollen wir im Rückspiel den nächsten Schritt machen, auch wenn Melsungen der Favorit bleibt.“ Allerdings ohne seine Abiturienten Nico Huber, Lukas Bechinka, Lorenz Wenger und Tim Hildebrand.

Die mJSG strebt den Halbfinaleinzug in Bestbesetzung an. Und kennt ihre Baustellen. „Wir müssen als Team und mit mehr Emotionen auftreten“, fordert Spielmacher Kompenhans. Ben Beekmann sieht die durchwachsenen Leistung in Balingen dabei durchaus als „Ansporn“, um es „nun auf jeden Fall besser zu machen.“

Konkret heißt das für Trainer Maienschein: „In der Defensive kompakter stehen, die Zweikämpfe gewinnen und im Angriff konsequenter abschließen.“ Genau das, was die Mannschaft schon in Balingen vor hatte, was ihr aber nur zu Beginn und in der Schlussphase gelang.

Mels./Körle/Guxhagen: Büde, Goldmann; Haeske 6/1, Beekmann 6, Pregler 2, Kompenhans 8, Fitozovic 1, Andrei 3, Hellemann 2, Drosten, Rietze, Sahin, Kuntscher 5/1.

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