A-Jugend-Bundesliga

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen zunächst ohne Ole Pregler auf Titeljagd

Noch mehr gefordert: mJSG-Kapitän Paul Kompenhans (r.), der in Abwehr und Angriff  mehr Verantwortung übernehmen soll.
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Noch mehr gefordert: mJSG-Kapitän Paul Kompenhans (r.), der in Abwehr und Angriff mehr Verantwortung übernehmen soll.

Der Satz steht. Und ist als Gradmesser bestens geeignet. „Wer diese lange Vorbereitung am besten genutzt hat, wird die meisten Lorbeeren ernten“, sagt Paul Kompenhans, Kapitän der Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, bevor es am kommenden Sonntag (16 Uhr beim Bergischen HC) wieder losgeht. Fast sechs Monate ruhte wegen der Corona-Pandemie der Meisterschaftsbetrieb. Eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Und was ist beim Team von Florian Maienschein passiert, das als einer der Titelfavoriten in die Saison geht?

Melsungen - „Wir haben athletisch zugelegt und damit eine gute Grundlage geschaffen“, erklärt Rückraumspieler Kuntscher über sich und seine Mannschaftskameraden, die - von Athletiktrainer Dr. Florian Sölter wissenschaftlich begleitet - soviel gelaufen sind und so viele Gewichte gestemmt haben wie noch nie. Auch der mJSG-Coach sieht eine „erfreuliche Weiterentwicklung“ der Physis seiner Schützlinge, hofft aber auf der Zielgeraden der Vorbereitung darauf, diese im Bereich Schnelligkeit „noch ein paar Prozent zulegen können“.

Das entspricht dem Ziel des 27-Jährigen, „von hinten raus noch schneller nach vorn zu spielen“. Per „Schneller Mitte“ und zweiter Welle, an der seine Mannschaft besonders gearbeitet hat. Zudem soll das Spiel des Bundesliga-Nachwuchses etwas breiter werden, um die starken Außen Ben Beekmann und Benjamin Fitozovic noch mehr einbeziehen zu können.

Ansonsten stand spieltaktisch die Frage im Fokus, wer (und wie) Ole Pregler ersetzen soll. Der gehört seit dieser Saison fest zum Kader der ersten Mannschaft und soll frühestens in der Meisterrunde wieder zur A-Jugend stoßen. „Ich muss ohne Ole mehr Verantwortung übernehmen“, weiß Paul Kompenhans, mittlerweile von seinem Kreuzbandriss völlig genesen. Im Abwehrzentrum und im Rückraum. Als Partner des Kapitäns im Mittelblock der 6:0-Deckung kommen Jonas Ebner und Jona Rietze in Frage. Weiterhin setzt Florian Maienschein mittlerweile auch auf eine 5:1-Formation mit Beekmann oder Kompenhans als vorgezogene Spieler.

Alternative Renee Andrei

Preglers Wurfgewalt wird natürlich dem mJSG-Angriff fehlen. Umso besser, dass René Andrei in der Vorbereitung einen großen Sprung gemacht hat.. „Er hat seinen Abschluss enorm verbessert“, sagt Florian Maienschein. Und hat damit neben Kompenhans, der auf der Mitte Spielmacher Rietze entlasten könnte, eine wurfstarke Alternative für den linken Rückraum. Der rechte ist doppelt besetzt (mit David Kuntscher und Malvin Haeske), so dass „als Überraschungsmoment“ eine Aufbaureihe mit zwei Linkshändern möglich wäre.

Der Modus macht‘s nötig, dass die Mannschaft sofort durchstarten muss. In vier Zehnergruppen kämpft der beste deutsche Handball-Nachwuchs um den Einzug in die Meisterrunde, für die sich die ersten vier Teams qualifizieren. In einer einfachen Runde (neun Spiele), wobei die Nordhessen vier Heim- und fünf Auswärtsspiele (u.a. bei den Mitfavoriten Gummersbach und Dormagen) haben. Schon der Auftakt am kommenden Sonntag beim heimstarken Bergischen HC hat es in sich.

„Da müssen wir erstmal durch“, sagt David Kuntscher, der natürlich wie seine Mannschaftskameraden davon träumt, den Triumph von 2018 (mit der B-Jugend) wiederholen zu können. Ein ganz, ganz schweres Unterfangen, was bisher nur Magdeburg und den Füchsen Berlin gelungen ist.

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