A-Jugend-Bundesliga

mJSG mit viel Spielfreude zum 37:23-Sieg gegen die TSG Münster

Traf aus (fast) alle Lagen: mJSG-Rechtsaußen Benjamin Fitozovic, mit acht Treffern am klaren Sieg seiner Mannschaft beteiligt.
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Traf aus (fast) alle Lagen: mJSG-Rechtsaußen Benjamin Fitozovic, mit acht Treffern am klaren Sieg seiner Mannschaft beteiligt.

Zweites Spiel, zweiter überzeugender Sieg: Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ist auf Kurs in der A-Jugend-Bundesliga. Und glänzte beim 37:23-Erfolg gegen Münster mit viel Spielfreude.

Melsungen - Wenn ein Trainer nach 44 Minuten seine einzige Auszeit nimmt, hat die häufig eher kosmetischen Charakter. Das heißt: Es geht um die Höhe des Sieges seiner Mannschaft. „Die Mannschaft war etwas unkonzentriert und nahm sich zu viele Würfe mit Kontakt“, begründete Florian Maienschein, Trainer der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, seinen Eingriff beim 24:17.

Der wirkte. Beendete abrupt die einzige kleine Schwächephase seines Teams, das ansonsten „konsequent durchzog“ (Maienschein). So sprang am Ende für den heimischen Bundesligisten ein 37:23 (18:10)-Erfolg gegen die TSG Münster heraus, der sowohl die Kräfteverhältnisse wie auch die große Spielfreude der Gastgeber wieder spiegelte.

„Wir haben unglaublich Bock auf Handball“, erklärte Spielmacher Paul Kompenhans. Und war selbst das beste Beispiel dafür. Schon gegen Ende der ersten Hälfte begann der Aufbauspieler zu zu zaubern, wackelte den TSG-Innenblock ein ums andere mal aus, bediente per Rückhand oder mit blindem Pass seine Außen. Ganz im Sinne seines Coaches: „Solch‘ einen kreativen Handball wollen wir spielen.“

Vor der Kür stand indes die Pflicht - und die hatten seine Schützlinge ebenfalls mit Bravour erledigt. Ließen sich von einem 1:3-Rückstand (4.) und Fischers Paraden nicht irritieren, dafür in der eigenen Abwehr immer weniger zu. Herausragend: David Kuntscher, der auf der Halbposition Torjäger Christian Suck komplett ausschaltete. Zudem hatte der Mittelblock Kompenhans/Rietze die Balance zwischen frühzeitigen Stören und Schließen der Nahtstellen der 6:0-Formation raus. „Auf diese aggressive Deckung hatten wir keine Antwort“, gestand Münsters Trainer Bastian Dobhan.

Rechtsaußen Fitozovic trifft aus allen Lagen

So blieben als Gäste-Pfund nur Torwart Ben Fischer und Linksaußen Filip Brühl, der flink und treffsicher unterwegs war - zu wenig, um dem stetig an Tempo gewinnenden mJSG-Express aufhalten zu können. Der gefiel besonders durch eine höchst effektive zweite Welle. „Wir haben schnell und intelligent nach vorne gespielt“, freute sich Florian Maienschein. Auf diese Weise schraubten Ben Beekmann, Benjamin Fitozovic (2) und Paul Kompenhans innerhalb von fünf Minuten den Vorsprung auf 16:8 (25.).

Trotzdem: Der unterlegene Gegner wehrte sich. Und profitierte dabei auch von einer etwas nachlassenden Spannung in Melsungens Defensive. Bis der mJSG-Coach auf den Plan trat. Und seine Jungs noch mal Gas gaben. Vor allem der eingewechselte Malvin Haeske, der verlässlich aus der zweiten Reihe traf und Rechtsaußen Fitozovic, der überall zu finden und von überall erfolgreich war.

Nicht zu übersehen, dass der Linkshänder genauso wie sein Kollege Ben Beekmann über links viel mehr ins Angriffsspiel eingebunden wurde. „Unser Spiel ist breiter geworden“, konstatierte der achtfache Torschütze. Sichtlich zufrieden. Und mit ganz viel Lust auf die kommenden Aufgaben.

Weiter trafen: Haeske (5), Beekmann (6), Ebner (1), Kompenhans (6), Fitozovic (8), Andrei (6/2), Hellemann (1), Rietze (1) und Kuntscher (3).

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