Oberliga

MT II freut sich auf Hit gegen Aufstiegsfavorit Pohlheim

Das letzte Duell: In der später abgebrochenen Saison 2019/2020 unterlag die MT II - hier mit Merlin Kothe (r.) im Angriff gegen (v.l.) Andreas Lex und Jan Linck - der HSG mit 26:36. Am Sonntag gibt‘s ein Wiedersehen - unter neuen Vorzeichen.
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Das letzte Duell: In der später abgebrochenen Saison 2019/2020 unterlag die MT II - hier mit Merlin Kothe (r.) im Angriff gegen (v.l.) Andreas Lex und Jan Linck - der HSG mit 26:36. Am Sonntag gibt‘s ein Wiedersehen - unter neuen Vorzeichen.

Keine Frage: Es knistert in der Handball-Oberliga. Schon am dritten Spieltag. Warum? Weil der „Geheimfavorit“, die MT Melsungen II, den „Favoriten“, die HSG Pohlheim (So. 17 Uhr Stadtsporthalle Melsungen), herausfordert.

Melsungen/Pohlheim - Attribute, die die Konkurrenz den Aufstiegsrivalen in einer HNA-Umfrage vor der Saison verliehen hat. Und die natürlich die Brisanz des Duells ausmachen, von dem sich Philip Julius, Sportlicher Leiter der Bundesliga-Reserve, gar „ein kleines Handballfest“ verspricht. Denn die Vorfreude ist groß. Im Umfeld und auch in der Mannschaft.

Genauso deren Ehrgeiz. „Wir brauchen uns nicht verstecken“, sagt MT-Rückraumspieler David Kuntscher nach den bisherigen Ergebnissen. Beide Teams gewannen ihre beiden Spiele (auch wenn der MT II der 21:20-Sieg bei der HSG Kleenheim/Langgöns am Grünen Tisch aberkannt wurde), wobei die HSG leichte Startschwierigkeiten bzw. „reichlich Luft nach oben“ (HSG-Vorstandsmitlied Albert Mehl) offenbarte.

Beim 24:21 gegen Wettenberg mussten die Mittelhessen allerdings den frühen Ausfall ihres Regisseurs Maximilian Rühl (Handbruch) wegstecken, beim 29:25 in Bruchköbel waren die Gäste zwischenzeitlich schon sechs Tore enteilt. „Wir müssen uns unter dem Druck der Favoritenrolle noch finden“, beschreibt Trainer Dapper das Problem. Die Lösung: „Die Unbefangenheit kommt mit den Siegen.“

Ausgebuffte Mannschaft gegen junge Wilde

An Erfahrung und individueller Klasse mangelt es nicht. Im Gegenteil. Mit Stefan Lex, Moritz Lamprecht und Andreas Lex, der auf Linksaußen bisher Dennis Weisel den Vortritt gelassen hat, um sich aufs Coachen zu konzentrieren, verfügt Pohlheim über drei ehemalige Hüttenberger Bundesliga-Spieler. Aber auch auf jeder Position über eine „starke Alternative“, wie Jens Dapper die (neue) Breite des Kaders betont.

Macht eine ausgebuffte Mannschaft, die laut seinem Trainerkollegen Georgi Sviridenko in der 6:0-Deckung „äußerst massiv und ökonomisch“ agiert. Um einem Abnutzungskampf aus dem Weg zu gehen, setzt er auf das hohe Tempo, dass seine Schützlinge über 60 Minuten gehen können. Und damit auch auf die erste und zweite Welle in Verbindung mit „offensiven Varianten“ in der eigenen Abwehr etwa mit den vorgezogenen Julian Fuchs oder Ben Beekmann.

Allerdings: „Zu wild darf es bei uns auch nicht werden. Das würde Pohlheim mit seiner großen Erfahrung sofort nutzen“ (Sviridenko). Trotzdem bahnt sich damit nicht „nur“ ein Spitzenspiel, sondern auch ein Duell der Systeme an.

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