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MT II gegen Dotzheim Favorit - und trotzdem gewarnt

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Von: Ralf Ohm

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Feiern ein Wiedersehen: Melsungens Jan Grolla (r.) wird es wieder mit Dotzheims Schubert (Nummer 5) zu tun bekommen.
Feiern ein Wiedersehen: Melsungens Jan Grolla (r.) wird es wieder mit Dotzheims Schubert (Nummer 5) zu tun bekommen. © Pressebilder Hahn

Was macht eine Mannschaft nach einem verpatzten Saisonstart? Sie drängt auf Wiedergutmachung. Darauf, das im ersten Spiel Verpasste im zweiten, zumal vor eigenem Publikum, nachzuholen. Wenn möglich eindrucksvoll. „Ein Sieg muss her“, lautet daher die unmissverständliche Forderung von Arjan Haenen, den Trainer der MT Melsungen II, vor dem Heimdebüt des heimischen Handball-Oberligisten gegen den TuS Dotzheim (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle).

Melsungen/Dotzheim – Wobei ihm die 26:31-Niederlage bei der HSG Bieberau-Modau nicht nur als Negativbeispiel dient. Die zweite Halbzeit (18:15) ging an seine Mannschaft und die 6:0-Abwehr - nur acht Gegentore bei Sechs gegen Sechs - war darüber hinaus weitgehend stabil. „Daran müssen wir anknüpfen“, fordert der 35-Jährige. Und vom Anpfiff an in den Wettbewerbmodus schalten, was in Bieberau erst nach 25 Minuten gelang. Bis auf Florian Weiss (noch verletzt) und Julian Fuchs (Einsatz im Bundesliga-Team der MT) in Bestbesetzung.

Trotzdem. Sein Kollege Florian Crasnaru kann entspannter in dieses Duell gehen. Zum einen sind seine Ziele bescheidener (statt Aufstieg ein Mittelfeldplatz), zum andern haben die Wiesbadener schon zweimal gewonnen. Von „zwei Arbeitssiegen“ in Vellmar (29:27) und gegen Petterweil (26:23) spricht der Dotzheimer Coach.

Spielerisch lief‘s aufgrund des personellen Umbruchs der Mannschaft, die etwa die langjährigen Leistungsträger Marc Tener und Chris Grundmann verließen, noch bescheiden („Vieles greift noch nicht“), doch dafür konnte sich der 52-Jährige auf die Steherqualitäten seiner Jungs verlassen: „Wir haben ein gutes Finish, verfügen über die nötige Kraft und Konzentration, um in der Schlussphase weniger Fehler als der Gegner zu machen.“

Das hat auch mit der immensen Erfahrung des ehemaligen Bundesliga-Spielers Maximilian Schubert (Göppingen, Wetzlar) zu tun. Und mit dessen individuell starken Rückraumkollegen Tristan Funk (Mitte) und Johannes Schuhmacher (rechts). Dazu gesellt sich noch der polnische Zweitliga-Spieler Jakub Nowopolski, der in Melsungen seinen Einstand feiern wird.

Der Student aus Mainz wurde einst beim THW Kiel von Klaus-Dieter Petersen ausgebildet. „Er wird uns die Spiele aber auch nicht allein gewinnen“, warnt Trainer Casnaru, der vor der Saison Hans-Josef Embs ablöste, vor zu hohen Erwartungen an den Rückraumspieler. Dann schon lieber die Partie so lange wie möglich offen halten, um wie gehabt auf der Zielgeraden zuzuschlagen. Was der Favorit natürlich auf keinem Fall zulassen will.

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