Oberliga

MT II hat im Spitzenspiel gegen Pohlheim mit 33:32 die Nase vorn

So jubelt ein Spitzenspiel-Sieger: Melsungens Schlussmann Jannik Büde, der mit seinen Paraden in der ersten Hälfte den Grundstein zum 33:32-Erfolg legte.
+
So jubelt ein Spitzenspiel-Sieger: Melsungens Schlussmann Jannik Büde, der mit seinen Paraden in der ersten Hälfte den Grundstein zum 33:32-Erfolg legte.

Nach einer Top-Leistung in der ersten Hälfte mussten die Oberliga-Handballer der MT Melsungen II noch zittern, eh sie sich im Spitzenspiel gegen Pohlheim mit 33:32 durchsetzten.

Melsungen – Manchmal muss sich eine Mannschaft solch‘ eine Frage gefallen lassen. Nämlich die: Warum nur hat sie es so spannend gemacht? Georgi Sviridenko, Trainer der MT Melsungen II, wusste darauf keine Antwort. „Das muss ich auch noch herausfinden“, gestand der Olympiasieger. Lächelnd. Denn vor der Analyse stand der Jubel über einen erst kunstvoll herausgespielten und dann schwer erkämpften 33:32 (19:14)-Erfolg im Spitzenspiel über Aufstiegsfavorit HSG Pohlheim, der gerade ob des Zitterns kurz vor der Ziellinie so überschäumend ausfiel. Der Sieg hing quasi bis zum letzten Wurf der Gäste, als Stefan Lex drei Sekunden vor Schluss am Melsunger Block scheiterte, am seidenen Faden. Erst Momente zuvor hatte Rene Andrei für den Siegtreffer gesorgt, nachdem Moritz Lambrecht die Aufholjagd der Mittelhessen mit seinem Tor zum 32:32 gekrönt hatte.

Das Momentum schien auf Seiten der Routiniers, die sich auch von einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand nicht verdrießen ließen, doch die jungen Wilden kamen noch mal zurück. „Verdient“, wie HSG-Coach Jens Dapper als fairer Verlierer bekannte, „denn das Spiel haben wir in der ersten Hälfte verloren, als uns Melsungen besonders in der Abwehr große Probleme bereitete.“

Genau in dem Augenblick, als aus dem offenen Schlagabtausch der Anfangsphase ein Abnutzungskampf zu werden drohte. Doch dann drehten die Gastgeber erst so richtig auf. Dann war Linkshänder David Kuntscher nicht mehr zu halten. Dann kam Florian Weiß, guckte den sonst so starken Jan Wüst aus und traf wie er wollte. „Wir haben uns in einen Rausch gespielt“, schwärmte der torgefährliche Spielmacher. Dergestalt, dass auch die zweiten Bälle eine sichere Beute der Außen Julian Fuchs und Ben Beekmann waren.

Florian Weiß und seine Mannen im Rausch

Da war selbst die ausgebuffte 6:0-Abwehr der HSG machtlos, hätte sich aber vielleicht ein Beispiel an der flexiblen MT-Deckung vor dem überragenden Schlussmann Jannik Büde nehmen können. Denn Georgi Sviridenko stellte mit seinen taktischen Maßnahmen die Pohlheimer, sei es durch seine offensiven „Halben“ oder die Manndeckung für Stefan Lex, immer wieder vor neue und unlösbare Aufgaben.

Die Folge: Die Bundesliga-Reserve zog im „Generationen-Duell“ (Sviridenko) über 9:7 (19.), 11:8 (23.) auf 16:10 (28.) und 24:18 (37.) davon. Das roch nach einer Vorentscheidung, war es aber nicht. Die Gäste blieben cool, verzagten nicht und pirschten sich Tor für Tor wieder heran. Melsungen fehlten mittlerweile die „leichten“ Treffer aus der zweiten Reihe und Torwart Wüst hatte aus seinen Versäumnissen der ersten Hälfte gelernt.

Zumindest Florian Weiß hatte dafür ansatzweise eine Erklärung. „Wir haben den Ball nicht mehr so gut laufen lassen“, erklärte der Ex-Baunataler. Und: „Unsere Kraft hatte nachgelassen.“ Allerdings spielte das schon bei den Freudengesängen nach dem Schlusspfiff keine Rolle mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.