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MT II im Verfolgerduell unter Druck

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Von: Gerd Brehm

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Gefordert: Jona Rietze, einziger verbliebener Melsunger Spielmacher im Duell der Verfolger.
Gefordert: Jona Rietze, einziger verbliebener Melsunger Spielmacher im Duell der Verfolger. © Richard Kasiewicz

Vor dem Beginn dieser Handball-Saison hatten drei hessische Oberligisten Ambitionen, in die 3. Liga aufzusteigen: die HSG Pohlheim, die MT Melsungen II und die TSG Offenbach-Bürgel. Während Pohlheim beim TuSpo Obernburg antritt, treffen Offenbach-Bürgel und Melsungen im direkten Duell aufeinander (Sonntag, 17.30 Uhr, Sportfabrik). Dabei scheidet der Verlierer aus dem Aufstiegskampf aus.

Bisherige Duelle

Von 2016 bis 2020 standen sich die TSG und die MT II fünfmal gegenüber. Die Bilanz ist für die Melsunger unerfreulich, denn einem 27:23-Sieg stehen vier Niederlagen gegenüber (28:29, 31:33, 25:34 und 34:37).

Ausgangsposition

Für die TSG war die in dieser Höhe unerwartete 21:34-Niederlage in Pohlheim zwar ein herber Rückschlag, aber das ändert nichts an den eigenen Ambitionen. Da Pohlheim noch in Offenbach antreten muss, setzt Trainer Sokicic auf die Heimstärke und Schützenhilfe des TuSpo. Die MT kann aufgrund der gegen Kleenheim am Grünen Tisch verlorenen Punkte den Aufstieg ebenfalls nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, doch auch Trainer Sviridenko sagt: „Ich traue Obernburg einen Sieg gegen Pohlheim zu.“ Um davon zu profitieren, müsste seine Schützlinge im Verfolger-Duell ihre Hausaufgaben machen.

Personal

Während Marco Sokicic auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, muss Georgi Sviridenko improvisieren. Neben Paul Kompenhans (Fingerbruch) fallen Florian Weiß (Leistenzerrung) und vermutlich Max Pregler (Knieprobleme) aus. Somit ist Trio besonders gefordert: Jona Rietze ist der einzige verbliebene Spielmacher, während Merlin Kothe und Rene Andrei abwechselnd im linken Rückraum und gemeinsam im Mittelblock der 6:0-Abwehr ran müssen. Die TSG-Leistungsträger sind Markus Wagenknecht, Timo Cohen (beide Rückraum rechts), Nils Lenort (links) und Linksaußen Lars Kretschmann.

Prognose

Trotz der Personalsorgen glaubt Norbert Wess an einen knappen Sieg der MT. „Melsungen ist gleichmäßiger besetzt und wirkt abgeklärter“, sagt der Trainer der HSG Hanau II. Hess weiß aber auch um die Heimstärke der TSG, deren Prunkstück eine stabile 6:0-Deckung ist. „Oft leben die Offenbacher von der Euphorie, denn das Publikum geht sofort mit, wenn die Mannschaft in der Anfangsphase Bälle gewinnt und per erster oder zweiter Welle zum Erfolg kommt“, erklärt der Hanauer. Sagt aber auch: „Ich glaube, dass sich die MT davon nicht beeindrucken lässt.“

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