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MT II mit René Andrei nach Obernburg

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Von: Ralf Ohm

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Renè Andrei
Renè Andrei © Verein

Es gibt Spiele, die stellen einen Trainer rundherum zufrieden. Der 43:26-Erfolg der MT Melsungen II gegen die HSG Hanau II war so eins. „Wir haben nie nachgelassen“, freute sich Arjan Haenen, der Coach des heimischen Handball-Oberligisten über 60 Minuten Zugriff in seiner Abwehr und 60 Minuten Torhunger seines Angriffs. Folgerichtig seine Forderung für das Auswärtsspiel beim TuSpo Obernburg (Sa. 19.30 Uhr): „Nicht nachlassen.“

Melsungen/Obernburg - Die personellen Voraussetzungen dazu sind hervorragend. Wenn René Andrei wie geplant in den Kader zurückkehrt, kann der langjährige Bundesliga-Spieler auf seine Bestbesetzung zurück greifen. Und hat die Qual der Wahl, von der sein Kollege Rudi Frank nur träumen kann. Der muss u.a. auf seinen Abwehrspezialisten Luka Wengerter verzichten und bangt um Torjäger Louis Markert, der sich beim 26:29 in Gensungen einen Bänderriss zuzog. Beide bilden auch den Mittelblock der Obernburger 6:0-Deckung, so dass die Gastgeber gezwungenermaßen mit einer 5:1-Variante vorliebnehmen müssten.

„Wir müssen das Tempo bestimmen, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen“, sagt der 35-jährige A-Lizenz-Inhaber. Und meint, das Tempo rausnehmen, damit seine Mannschaft nicht (wie zuletzt Hanau) von der ersten und zweiten Welle der Nordhessen überrollt wird. Dazu gilt es im eigenen Angriff „strukturiert zu spielen und die Melsunger herauszulocken.“ Dass das Mittelmann Thomas Keck (35 Tore), Linkshänder Tobias Raab (58) und Aufbauspieler Andre Göpfert (34) können, haben sie beispielsweise beim 31:27 in Bieberau bewiesen. Und auch Melsungen tat sich in der Aufstiegsrunde der letzten Saison beim 28:23-Sieg gegenden TuSpo, der nach 20:21-Rückstand (51.) erst auf der Zielgeraden zustande kam, schwer.

Die aktuelle Coburger Mannschaft, ohne die zurückgetretenen David Karrer und Benedikt Kern, ist jünger. Und unberechenbarer. Manchmal Mittelmaß, manchmal über sich hinauswachsend. „In der Findungsphase“, wie Trainer Frank sagt.

In der Hoffnung, dass sie gegen den Favoriten vor eigenem Publikum einen raushaut. Und dass der Aufstiegskandidat, zumindest etwas, nachlässt.  

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