Oberliga

MT II mit Vollgas statt Euphorie zum ersten Auswärtsspiel

Jona Rietze
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Jona Rietze

Bei der HSG Kleenheim/Langgöns steht Handball-Oberligist MT Melsungen II vor einer kniffligen Aufgabe. Immerhin reisen die Sviridenko-Schützlinge mit dem Rückenwind eines überzeugenden Auftaktsieges nach Mittelhessen.

Melsungen/Kleenheim - Georgi Sviridenko ist durchaus bekannt dafür, mit Lob eher sparsam umzugehen. Und auch bei vermeintlich überzeugenden Siegen noch ein Haar in der Suppe zu finden. Diesmal nicht. „Das haben die Jungs richtig gut gemacht, besonders in der Abwehr“, sagte der Trainer der MT Melsungen II nach dem 30:23-Auftaktsieg seiner Mannen gegen die SG Bruchköbel. Allerdings: Euphorie ließ der ehemalige Olympiasieger nicht aufkommen: „Die ist nicht hilfreich.“

Stattdessen sei weiterhin „Vollgas nötig“. Im Training wie im Spiel. Bei der HSG Kleenheim/Langgöns (Sa. 19.30 Uhr) gilt darüber hinaus eine gehörige Portion Cleverness als Voraussetzung, um auch den zweiten Auftritt in der Handball-Oberliga (vor dem vermeintlichen Spitzenspiel gegen die HSG Pohlheim) erfolgreich zu gestalten.

Eine richtige Standortbestimmung, trifft da doch eine eingespielte, erfahrene und abgezockte Mannschaft auf ein dynamisches, entwicklungsfähiges Team, das sich auch noch mit der „offensivsten Abwehr der Liga“ (Sviridenko), das Markenzeichen der Mittelhessen, auseinander setzen muss.

Eine besondere Chance für Spieler wie die agilen Jona Rietze und Julian Fuchs, die aufgrund ihrer Wendigkeit und Spielfreude die sich bietenden Räume zu nutzen wissen. Petterweil kam damit zum Saisonstart überhaupt nicht zurecht und verlor mit 23:26.

Die Kleenheimer Ballgewinne soll das ultragefährliche Flügelduo Höpfner/Straßheim nutzen. Das wiederum klappte noch nicht so gut, weil beide Außen nach langer Verletzung Trainingsrückstand haben. Voll „da“ ist dagegen bereits Ex-Zweitligaspieler und Neuzugang Niklas Roth, der bei seinem um eine Saison verspäteten Debüt fünf Tore aus dem Rückraum erzielte.

Trotzdem spricht Trainer Matthias Wendlandt von einer „negativen Wechselbilanz“, gilt es doch die langjährigen Stammspieler Yannik Woiwood und Stefan Lang zu ersetzen, was den Nachwuchskräften Joshua Hantl (von TV Hüttenberg U 23) und Lennart Müller (HSG Dutenhofen U23) wohl kaum auf Anhieb gelingen dürfte. Drum backt der HSG-Coach auch kleine Brötchen. „Für uns geht‘s vor allem darum, die Abstiegsrunde zu vermeiden“, lautet das bescheiden anmutende Saisonziel.

Woraus der 40-Jährige schließt, „dass Melsungen gegen uns klarer Favorit ist.“ Eine Bürde, die die Gäste, die nach Ullrichs Genesung wieder auf alle ihre drei Torhüter zurück greifen können, vor kleinere Probleme stellt als die unorthodoxen Defensive der HSG. Foto: kasiewicz

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