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MT II muss Hausaufgaben machen und hoffen

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Von: Ralf Ohm

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Der TuSpo Obernburg ist das Zünglein an der Waage im Aufstiegskampf der Handball-Oberliga. Denn: Die Mannschaft aus der Römerstadt hat noch mit beiden Titelkandidaten das Vergnügen: am Sonntag zu Hause (17.30 Uhr Schulzentrum) mit der MT Melsungen II und am letzten Spieltag bei der HSG Pohlheim (11.6).

Melsungen/Obernburg - Damit die heimische Bundesliga-Reserve doch noch den Sprung in die 3. Liga schafft, müsste sie selbst beim ehemaligen Zweitligisten gewinnen und die Unterfranken wiederum beim aktuellen Tabellenführer der Aufstiegsrunde beide Punkte entführen. Es wäre der zweite Matchball der HSG. Den ersten hat sie bereits am Sonntag bei der TSG Offenbach-Bürgel.

„Es sieht gut aus“, sagt daher Pohlheims Trainer Jens Dapper, der in der kommenden Saison von Noch-Spieler Andreas Lex auf der Bank abgelöst wird. Und unterstreicht, „dass wir so schnell wie möglich alles klar machen wollen.“ Drum spricht sein Melsunger Kollege Georgi Sviridenko allenfalls von einer „minimalen Chance“. Denn: „Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Pohlheim beide Spiele verliert.“

Statt darauf zu spekulieren will sich der MT-Coach voll darauf konzentrieren, „in Obernburg unsere Hausaufgaben zu machen.“ Und verlangt das auch von seinen Schützlingen: „Auf die Einstellung kommt es an.“ Besonders angesichts eines zähren Hinspielerfolges (28:23), der nach engem Spielverlauferst (23:22 nach 53 Minuten) erst auf der Zielgeraden eingefahren wurde. „Drum haben wir noch eine Rechnung offen“, hofft Obernburgs Co-Trainer Philipp Wollbeck auf Revanche vor eigenem Publikum.

Möglicherweise mit Linkshänder Tobias Raab (Haarriss im Schienbein), was den TuSpo-Rückraum noch stärker machen würde. Schon im Hinspiel bereiteten die Halben Louis Markert (5 Tore) und Thomas Keck (11/2) den Nordhessen große Probleme. Wie auch der starke Torwart Löffelmann.

Georgi Sviridenko kann immerhin auf die Mannschaft zurück greifen, die zuletzt die HSG Hanau II mit 39:18 aus der Halle fegte. Also auf einen äußerst agilen Max Pregler, an dessen Seite die Youngster Manuel Hörr und Jona Rietze das MT-Spiel lenken sollen, was sonst die Aufgabe der weiterhin fehlenden Florian Weiss und Paul Kompenhans ist. Entlastung im linken Rückraum winkt durch Rückkehrer Merlin Kothe.

Durch den Ausfall von Rene Andrei, Preglers Partner im zuletzt bärenstarken Mittelblock, drückt dem MT-Coach daher in der Offensive etwas mehr der Schuh. Also hat er nach den Hinspielerfahrungen auch eine etwas offensivere Deckungsvariante (5:1 oder 4:2) in petto.

Abseits dieser taktischen Überlegungen kommt es für seine Mannschaft zuvorderst darauf an, diese „schwierigen Aufgabe“ seriös, d.h. mit vollem Einsatz, anzugehen. Tempo und Spielfreude, mit dem die MT II zuletzt glänzte, natürlich nicht ausgeschlossen. Und vielleicht auch eine ganz spezielle Belohnung danach nicht.

Max Preglerr
In Spiellaune: MT-Stratege Max Pregler. © Pressebilder Hahn

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