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MT II nach 39:33 gegen Umstadt/H. Tabellenführer

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Melsungens edler Veredler von Ballgewinnen: Julian Fuchs, der acht Treffer zum Sieg gegen Umstadt/Habitzheim beitrug.
Melsungens edler Veredler von Ballgewinnen: Julian Fuchs, der acht Treffer zum Sieg gegen Umstadt/Habitzheim beitrug. © Pressebilder Hahn

Der sechste Saisonsieg plus Patzer der Konkurrenz machten es möglich: Die MT Melsungen II ist Tabellenführer der Handball-Oberliga. Dazu ein würdiger, wie das phasenweise glänzend herausgespielte 39:33 (25:13) gegen die MSG Umstadt/Habitzheim unterstrich, auch wenn der Erfolg durchaus noch hätte höher ausfallen können.

Melsungen - Zehn Minuten war‘s ausgeglichen, dann ging der Gast frühzeitig unter. Bis zum 5:6 durch Spielmacher Göttmann (9.) hatte die MSG den Dreh raus, mit lang und konzentriert vorgetragenen Angriffen den Favoriten zappeln zu lassen, ehe der sich explosionsartig aller Ketten entledigte. Mit einem 5:0-Lauf zum 10:6 (14.), der wiederum auf eine Steigerung der eigenen 6:0-Deckung zurück zu führen waren, deren Ballgewinne per erster und zweiter Welle veredelt wurden.

Als besonders verlässliche Abnehmer entpuppten sich Ben Beekmann und Julian Fuchs, die darüber hinaus auch immer wieder über Außen erfolgreich waren. Als David Lubar Linksaußen Beekmann bei einer Abwehraktion in den Arm griff, sah der MSG-Kreisläufer die Rote Karte (15.).

Die MT II war heiß gelaufen - und schaltete noch mal einen Gang hoch. Max Pregler, Florian Weiß, Jona Rietze und Julian Fuchs erhöhten mit vier Treffern in Folge auf 19:11 (24.), was auch auf den guten Einstand des eingewechselten Erik Ullrich (für Torwart Büde) zurück zu führen war.

Ging‘s noch schneller? Es ging. Bis zum 24:12 (29.) wurde Umstadt/Habitzheim überrannt. War überfordert. Mutierte zum Sparringpartner. Selbst der zweitligaerfahrene Neuzugang Dennis Weit, mit 55 Treffern bis dato bester MSG-Schütze, sah kein Land. Wurde aus- und wieder eingewechselt, weil auch die anderen Rückraumspieler verzagten.

Also konnte es für das zur Halbzeit arg gebeutelte Schulz-Team nach dem Wechsel nur um Schadensbegrenzung gehen. Stattdessen bahnte sich nach 49 Minuten eine arge Schlappe an. Zwar nicht mehr ganz so fulminant wie vor der Pause aber immer noch fokussiert bauten die Melsunger ihren Vorsprung auf 15 Treffer aus (37:22). Daran war auch der im zweiten Abschnitt eingewechselte Rückraumrechte Jan Grolla mit vier Toren beteiligt.

Umso unverständlicher der MT-Einbruch in der Schlussphase, die mit 11:2 an die Gäste ging. Die profitierten von Fehlwürfen und technischen Fehlern des Gegners. Und konnten schließlich doch noch erhobenen Hauptes die Stadtsporthalle verlassen. Beim Gewinner rückte auf einmal die gerade erst erkämpfte Tabellenführung in den Hintergrund. „Das hätte nicht passieren dürfen. Unsere Konzentration war weg“, monierte Trainer Arjan Haenen. (Von Kornelia Wilhelm)

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