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MT II ohne Kunstpause zum Kantersieg

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Von: Ralf Ohm

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Jan Waldgenbach nimmt Maß: Hanaus Jonas Pillmann (l.) kann diesen Treffer des Melsunger Halbrechten nicht verhindern.
Jan Waldgenbach nimmt Maß: Hanaus Jonas Pillmann (l.) kann diesen Treffer des Melsunger Halbrechten nicht verhindern. © Pressebilder Hahn

Spannend war`s erwartungsgemäß nicht, aber souverän: Beim 43:26 gegen die HSG Hanau II ließ der heimische Handball-Oberligist nichts anbrennen und überzeugte mit einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten.

Melsungen – Ein Handballspiel lebt gemeinhin von der Spannung. Von der möglichst lange unbeantworteten Frage nämlich, wer als Sieger die Halle verlassen wird. Wenn dieser Faktor entfällt, was bleibt da noch, um die Fans zu fesseln? Tolle Tore, spektakuläre Paraden, den Gegner verwirrende Kombinationen. Dargeboten von der MT Melsungen II beim 43:26 (23:13)-Erfolg des heimischen Handball-Oberligisten gegen die HSG Hanau II. Das Mitzittern bis zum Schluss entfiel, wich früh einem entspannten Genuss, der auch durch keinerlei Kunstpausen getrübt wurde. Zur Freude von Arjan Haenen. „Das war über 60 Minuten ein konzentrierte Leistung“, lobte der MT-Coach seine Schützlinge.

Natürlich mussten erst einmal die Verhältnisse geklärt werden. Das dauerte ganze sechs Minuten. Da nahm HSG-Trainer Kukla beim 5:1 die erste Auszeit, weil seine Mannschaft von Melsungens erster und zweiter Welle überrollt werden drohte. Das Gäste-Problem: die Gastgeber-Abwehr. Die hatte gleich Zugriff und die richtige Balance, um den Hanauer Rückraum an die Kette zu legen. Der arbeitete sich vergeblich an Pregler, Ohl und Co. ab - und wurden reihenweise ausgekontert. Auch nach der Intervention von Jan Kukla.

Als Jan Waldgenbach und Lasse Ohl nach 12 Minuten auf 10:4 erhöhten, waren das erst die Melsunger Treffer Nummer zwei und drei aus dem gebundenen Spiel. Ansonsten strebte zu meist Julian Fuchs allein dem Hanauer Kasten entgegen und ließ Torwart Scholz keine Chance. Sein Tor zum 15:7 (17.) war bereits der zehnte Tempogegenstoßtreffer (und sein sechster).

Nach dem ersten Bartenwetzer Ringtausch wurd‘s dann doch etwas bunter. Lasse Ohl gefiel mit artistischen Einlagen vom Kreis, Manuel Hörr mit einem Schuss aus der Hüfte und das Bundesliga-Flügelgespann Beekmann/Fuchs konnte es auch per Einläufer.Immerhin: Hanau befreite sich etwas aus der MT-Zange und spielte ganz passabel mit. Besonders Rückraumrecke Phillip Busse, dem drei Treffer zum 23:13-Halbzeitstand gelangen.

Der die Frage aufwarf, ob die Bundesliga-Reserve Jagd auf eine neue Rekordausbeute machte. Es galt, die 43 Treffer aus dem Spiel in Griesheim zu übertreffen. Daran beteiligte sich auch Torwart Büde mit zwei Toren und nagelte danach seinen Kasten phasenweise zu. Diesen übergab er beim 32:17 Jan Lasse Herbst (40.). Der verließ ihn beim 43:26. Der neue Rekord muss warten.

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