1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

MT II souverän, Pohlheim patzt - Entscheidung am letzten Spieltag

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ralf Ohm

Kommentare

Zielstrebig und treffsicher: Jan Grolla, der sieben Treffer zum MT-Sieg in Obernburg beisteuerte.
Zielstrebig und treffsicher: Jan Grolla, der sieben Treffer zum MT-Sieg in Obernburg beisteuerte. © Richard Kasiewicz

Die Entscheidung im Aufstiegskampf der Handball-Oberliga wurde vertagt. Und fällt nun am letzten Spieltag. Der Grund: Während die HSG Pohlheim, der Tabellenführer der Aufstiegsrunde, seinen ersten Matchball beim 25:26 bei der TSG Offenbach-Bürgel vergab, machte die MT Melsungen mit einem 27:23 (14:11) beim TuSpo Obernburg ihre Hausaufgaben.

Obernburg - Und erhöhte damit den Druck auf den Spitzenreiter, dem nur noch ein weiterer Matchball (zu Hause gegen Obernburg) bleibt. Grund genug für die Melsunger, sich zwei Mal über den zehnten Saisonsieg zu freuen. Der erste Jubel, nach der Schluss-Sirene, fiel noch recht verhalten aus. Der zweite ausgelassener. Denn noch auf dem Feld hatten die Bartenwetzer per Live-Ticker die dramatische Endphase des Konkurrenten in Offenbach-Bürgel verfolgt. Etwa wie Nils Lenort acht Sekunden vor Schluss der Siegtreffer gelang.

Derlei Dramatik hatte das eigene Match nicht zu bieten. Ausgeglichen war‘s nur in den ersten 20 Minuten (10:10), als der MT-Angriff noch nicht so recht auf Touren kam. „Ich bin schlecht reingekommen“, gestand Rückraumspieler David Kuntscher, der nach dem Ausfall von Julian Fuchs zusammen mit Jan Grolla die rechte Seite bildete.

Dann hatte Trainer Sviridenko zwei gute Ideen. Die erste: Er brachte Erik Ullrich für Jan Lasse Herbst im Tor und der Ex-Berliner ließ bis zur Pause nur noch einen Gegentreffer zu. Die zweite: Kuntscher und Grolla sollten die Positionen tauschen. Fortan traf Grolla von halb rechts, fast wie er wollte. Etwa zweimal hintereinander zur 14:11-Halbzeitführung. „Wir haben uns gut ergänzt“, lobte er die Kooperation mit seinem Nebenmann.

Die zwischenzeitliche Rolle des Hauptdarstellers wurde dem 24-Jährigen nach dem Wechsel allerdings von Ben Beekmann abgeluchst, was auf eine dritte gute Idee des MT-Coaches zurückging: Er stellte auf eine 5:1-Deckung um mit dem 22-Jährigen als „Indianer“. Der pfiffige Linksaußen stahl den verdutzen Obernburger Angreifern einen Ball nach dem anderen und veredelte die Ballgewinnen per Tempogegenstoß teilweise noch selbst. „Tolle Arbeit“, lobte Georgi Sviridenko.

Und war mittlerweile auch mit seinem Positionsangriff, dirigiert vom umsichtigen Max Pregler, zufrieden: „Wir haben unsere Angriffe sehr gut ausgespielt.“ So durfte dann auch ein sehr gut aufgelegter Jan Grolla weiter glänzen. Wenn auch nicht mehr, wie vor der Halbzeit, in der ersten Reihe.

„Jetzt wird‘s richtig heiß“, prophezeit der Linkshänder für das Finale am kommenden Samstag. Mit der gleichen Marschroute wie am vorletzten Spieltag: selbst die Hausaufgaben machen (gegen die TSG Offenach-Bürgel) und hoffen, das Pohlheim patzt.

Auch interessant

Kommentare