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MT Melsungen II feiert glanzlosen Pflichtsieg gegen Obernburg

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Von: Ralf Ohm

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Dynamisch: MT-Kreisläufer Martin Reinbold (vorn) lässt die Obernburger Moritz Holschuh (l.) und Louis Markert stehen und erzielt einen seiner drei Treffer.
Dynamisch: MT-Kreisläufer Martin Reinbold (vorn) lässt die Obernburger Moritz Holschuh (l.) und Louis Markert stehen und erzielt einen seiner drei Treffer. © Richard Kasiewicz

Der Druck ist nicht von Pappe. Die MT Melsungen II darf sich in der Aufstiegsrunde der Handball-Oberliga keinen Ausrutscher leisten und muss gleichzeitig auf einen solchen von Mitkonkurrent Pohlheim hoffen. Doch die Spieler von Georgi Sviridenko hielten ihm stand, auch wenn der 28:23 (16:13)-Erfolg gegen den TuSpo Obernburg spielerisch einige Wünsche offen ließ.

Melsungen - Des Trainer Forderung nach einer „Steigerung“ gegenüber den letzten Spielen kamen seine Schützlinge prompt nach. Aber nicht nachhaltig. Ein 3:0-Lauf durch Julian Fuchs (2) und David Kuntscher bescherte der Bundesliga-Reserve zwar einen 6:3-Vorsprung (9.), doch das juckte die Gäste nicht. Louis Markert, Dominik Janoska und Thomas Keck glichen aus und erneut Aufbauspieler Keck sorgte gar in Unterzahl für eine Obernburger 8:7-Führung (13.).

Bis zum 10:10 war‘s ausgeglichen, als die 6:0-Deckung der Melsunger endlich entschlossener die Lücken schloss. Im Angriff konnten sie sich auf den agilen Florian Weiß und Rechtsaußen Fuchs verlassen, was eine 14:10-Führung nach 23 Minuten zur Folge hatte. Torwart Löffelmann verhinderte einen noch größeren Rückstand, so dassseine Mannschaft „nur“ mit 13:16 in die Pause ging.

Kein Ruhekissen für den Aufstiegsaspiranten. Das unterstrich Torjäger Markert mit seinem fünften Tor zum 16:14 (34.). Danach spielte der Tuspo gekonnt und lange seine Angriffe aus, während die MT-Offensiver immer rechtslastiger und damit ausrechenbar wurde. Die Folge: Beim Kecks Treffer zum 17:17 (40.) war der Ausgleich geschafft, es ging von vorne los. Mit einer Gardinenpredigt von Coach Sviridenko. Die wirkte. Für Momente. Mit dem eingewechselten Merlin Kothe stieg der Druck aus dem MT-Rückraum und öffnete Räume für Kreisläufer Reinbold, die der mit zwei Treffern zum 19:17 nutzte (42.). Doch die Wollbeck-Schützlinge wehrten sich. Und mit ihrem Widerstand wuchs das Melsunger Verzagen, war der Favorit schnell wieder im alten, gemächlichen Trott. Besonders in der Defensive, wo der starke Torwart Ullrich des öfteren im Stich gelassen wurde.

So musste gezittert werden, zumal die Bartenwetzer selbst eine doppelte Überzahl (52.) ungenutzt ließen. Erleichterung brachte erst ein Doppelschlag zum 25:22 (56. Kuntscher, Pregler), auf den die Gäste dann doch keine Antwort mehr hatten. Beekmanns Kemper-Trick sorgte zum Abschluss doch noch für etwas Glanz, den die Gastgeber zuvor nur spärlich versprüht hatten.

„Schön war das nicht“, gestand Rückraumspieler Kuntscher. Sein Trainer wusste warum: „Wir können derzeit unser Potenzial nicht auf die Platte bigen.“ Immerhin: Gewinnen können sie trotzdem.

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