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MT Melsungen II im Spitzenspiel kalt erwischt

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Von: Ralf Ohm

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Entwischt: Lasse Ohl (MT) lässt Timo Treber stehen und erzielt einen seiner sechs Treffer gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim.
Entwischt: Lasse Ohl (MT) lässt Timo Treber stehen und erzielt einen seiner sechs Treffer gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. © Pressebilder Hahn

Der Griff nach den Sternen ging daneben. Völlig. „Wir haben in der ersten Halbzeit ohne Abwehr gespielt“, klagte Trainer Haenen nach der 29:34 (8:15)-Niederlage der MT Melsungen II im Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Statt die Gäste vom Platz an der Sonne zu verdrängen, muss seine Mannschaft nun erst mal mit der Rolle des Verfolgers vorliebnehmen.

Melsungen - Wenn ein Coach schon nach 18 Minuten die zweite Auszeit nimmt, scheint bei seiner Mannschaft wenig zu funktionieren. Genauso war‘s bei den Mannen von Arjan Haenen. Schlimmer noch, sie wurden in der Anfangsphase geradezu vorgeführt.

Besonders von Torwart Schermuly, der Rietze, Hörr und Co. früh den Zahn gezogen hatte. Der aber auch deshalb mit insgesamt 12 Paraden in der ersten Hälfte glänzen konnte, weil seine 6:0-Deckung Beton anrührte. Und von Marc Teuner. Der HSG-Spielmacher lenkte, traf aus der zweiten Reihe und schwang sich auch noch zum Protagonisten der ersten und zweiten Welle der Südhessen auf.

Drum war beim 4:12 guter MT-Rat teuer. Immerhin: Haenens Rotation im Rückraum und auf Rechtsaußen (Bundesliga-Spieler Julian Fuchs war mittlerweile aus Kassel eingetroffen) führte zur Beruhigung des Spiels und zu einer leichten Konsolidierung seiner Abwehr, in der nun Erik Ullrich Sebastian Schermuly nacheiferte. Seine Offensive hatte weiterhin ein dickes Brett zu bohren, was ansatzweise Jan Grolla mit zwei Treffern zum 6:13 (22.) gelang.

Sieben Tore Rückstand zur Pause: Da brauchte die Bundesliga-Reserve in der zweiten Hälfte einen Lauf oder einen Einbruch des Gegners. Beides fand nicht statt. Stattdessen hatte die HSG, die ihre Angriffe nun immer länger ausspielte, auf jeden Melsunger Annäherungsversuch eine Antwort. „Extrem diszipliniert“ fand das HSG-Trainer Gilles Lorenz.

Etwa als Florian Weiß und Julian Fuchs auf 13:19 verkürzten (39.) und Timo Morowietz sowie Philipp Botzenhardt prompt zum 13:21 konterten (40.). Auch Dennis Quandt entpuppte sich mit einem abgewehrten Siebenmeter von Ben Beekmann als Aufholjagdverhinderer.

So schien sich nach Teuners elften Treffer zum 16:24 (45.) die erste Heimniederlage der Melsunger anzubahnen. Zumal Teufelskerl Schermuly seine 16. Parade folgen ließ. Der MT-Coach hatte mittlerweile sein Personal erneut gewechselt, was in der Schlussphase zu einem offenen Schlagabtausch führte, bei dem Teuner, Schaeffter und Co. aber nie die Übersicht verloren.

Etwas wilder wurde es, als der MT-Coach zum letzten Mittel griff: der offenen Manndeckung (53.), Die hatte ausgedient, als Arne Walter zum 26:33 ins leere MT-Tor traf (57.).

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