Oberliga

MT Melsungen II jünger und taktisch variabler

MT-Trainer Georgi Sviridenko und seine Neuzugänge: (stehend von links) René Andrei, David Kuntscher, Jona Rietze, (knieend) Rohat Sahin und Jannik Büde.
+
MT-Trainer Georgi Sviridenko und seine Neuzugänge: (stehend von links) René Andrei, David Kuntscher, Jona Rietze, (knieend) Rohat Sahin und Jannik Büde.

Der letzte Auftritt der MT Melsungen II in der Handball-Oberliga ist eine gefühlte Ewigkeit her. Am 8. März 2020 bezwang das Team von Trainer Georgi Sviridenko den TuS Dotzheim mit 36:31. Seitdem befinden sich die Bartenwetzer im Training. „Eine ziemlich lange Vorbereitung“, sagt der MT-Coach. Und freut sich auf die neue Oberliga-Saison, in die die neuformierten Nordhessen durchaus ambitioniert gehen.

Melsungen - „Unser Ziel ist es oben mitzuspielen“, gibt Sviridenko die Richtung vor. Die lange Pause kam dem Olympiasieger von 1988 durchaus gelegen, weil seine Mannschaft die Zeit zur Bewältigung eines Umbruchs nutzen konnte. Ohne ein Pflichtspiel zu absolvieren hat Kreisläufer Oliver Wendlandt die Bartenwetzer verlassen und sich dem thüringischen Oberligisten HSV Bad Blankenburg angeschlossen. Ebenfalls nicht mehr zum Kader gehören Routinier Eugen Gisbrecht und Magnus Rulff (beide MSG Körle/Guxhagen), Linkshänder Vlad Avram (TSV Ost-/Mosheim) und Linksaußen Nino Jedinak (ESG Gensungen/Felsberg).

Dafür ist fast der komplette 2002er-Jahrgang, der 2019 unter Sviridenko deutscher B-Jugend-Meister wurde, in die Bundesliga-Reserve aufgerückt. Hoch veranlagte Spieler wie Linkshänder David Kuntscher, Spielmacher Paul Kompenhans oder Linksaußen Ben Beekmann, die auch schon im Melsunger Bundesliga-Team Einsatzzeiten erhielten. Dazu kommen Leistungsträger wie der Halblinke Merlin Kothe, Kreisläufer Martin Reinbold oder Rechtsaußen Julian Fuchs. Im Kasten hat aktuell der bei den Füchsen Berlin ausgebildete Erik Ullrich die Nase vorn. Er bildet zusammen mit Jan-Lasse Herbst und Jannik Büde das Torhütertrio.

Hohes Tempo in Abwehr und Angriff

Die Bartenwetzer sind dadurch deutlich jünger geworden und taktisch spürbar variabler aufgestellt. In der Defensive ist beispielsweise nun eine offensiv ausgerichtete Abwehrformation denkbar. „Wir können ein hohes Tempo in Abwehr und Angriff gehen. Die Jungs machen mir viel Freude“, lobt Sviridenko seine Mannschaft.

Die profitiert zudem davon, dass der Einsatz von Haftmitteln in dieser Saison in der Oberliga erstmals erlaubt ist, sich die ehemaligen A-Jugendlichen also nicht umstellen müssen. Aktuell müssen allerdings Linksaußen Beekmann (Bizepssehne) und Regisseur Kompenhans verletzungsbedingt passen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.