Oberliga

MT Melsungen II klarer Favorit im Nordhessen-Duell

Vellmars Tempogegenstoßspezialist: Rechtsaußen Simon Adam soll für „leichte“ Tore sorgen.
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Vellmars Tempogegenstoßspezialist: Rechtsaußen Simon Adam soll für „leichte“ Tore sorgen.

Nordhessen-Derby in der Handball-Oberliga: Die Bundesliga-Reserve der MT Melsungen trifft auf den TSV Vellmar (So. 17 Uhr, Stadtsporthalle) und geht als haushoher Favorit in die Partie.

Melsungen/Vellmar - In den bisherigen sechs Oberliga-Duellen waren die Rollen allerdings nicht so klar verteilt. 2001/02 hießen die Mannschaften noch Melsungen/Böddiger II und TuSpo Niedervellmar, der den direkten Vergleich mit einem Sieg (23:22) und einem Unentschieden (22:22) gewann. 2016/17 gab es einen klaren (29:27) und einen knappen (34:33) Vellmarer Erfolg, während die MT 2019/20 den Spieß umdrehte (32:23 und 23:21).

Ausgangsposition

Die wäre aus Melsunger Sicht optimal, wenn der 21:20-Erfolg bei der HSG Kleenheim/Langgöns nicht am Grünen Tisch in eine Niederlage umgewandelt worden wäre (Torwart Erik Ullrich, der auf dem Spielberichtsbogen stand, war nicht spielberechtigt). Die drei Punkte, die der TSV Vellmar bisher geholt hat, sind besonders wertvoll, weil Großenlüder und Bruchköbel vermutlich ebenfalls in der Abstiegsrunde landen werden.

Aktuelle Form

MT-Trainer Georgi Sviridenko hat derzeit nichts zu beanstanden und freut sich vor allem über die stetige positive Entwicklung seiner jungen Spieler, die 2019 Deutscher Meister der B-Junioren wurden. Die nie nachlassende Spielfreude zeigte sich vor allem beim 43:23-Kantersieg gegen die HSG Großenlüder/Hainzell. Talente wie David Kuntscher und Ben Beekmann scheinen den Übergang vom Jugend- zum Männerhandball in der Oberliga schneller als erwartet bewältigt zu haben.

Gordon Hauer, Vellmars Sportlicher Leiter, relativiert die 19:28-Niederlage in Pohlheim. „Gegen den übermächtigen Gegner haben wir uns trotz eines 14:27-Zwischenstandes passabel aus der Affäre gezogen.“ Torwart Christian Gumula war ein starker Rückhalt, nicht zur Verfügung stand Rechtsaußen (und Schiedsrichter) Simon Adam.

Personelle Situation

Die MT muss ohne Paul Kompenhans (Sprunggelenksverletzung) und Julian Fuchs (1. Mannschaft) auskommen. Vellmar kommt mit Adam, aber ohne Vladimir Djuric, der an einer Muskelverletzung leidet.

Taktik

Bei der MT gibt es in der Abwehr die Optionen 6:0 und 5:1. „Wenn der Gegner einen herausragenden Schützen hat, bevorzugen wir die offensive Variante mit Fuchs oder Beekmann in der vorgezogenen Position“, sagt Sviridenko. Der TSV Vellmar setzt meistens auf eine 6:0-Deckung. „Es ist jedoch denkbar, dass wir gegen Melsungen mit dem vorgezogenen Simon Adam 5:1 spielen“, sagt Hauer.

Prognose

Die HSG Großenlüder/Hainzell hat in dieser Saison schon sowohl gegen die MT (23:43) als auch den TSV (27:30) verloren. „Ich rechne mit einem klaren Sieg für Melsungen. Die Mannschaft spielt viel schneller als Vellmar und hat mit Florian Weiß einen überragenden Spielmacher“, sagt Trainer Matthias Deppe.

Ein Spielmacher mit Tordrang: Florian Weiß, einer der Melsunger Hoffnungsträger.

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