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MT Melsungen II lässt auch gegen TVH II nichts anbrennen

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Von: Ralf Ohm

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Durchsetzungsstark: Melsungens Merlin Kothe (l.) setzt sich hier gegen die Hüttenberger Moritz Schäfer (l.) und Jannis Wrackmeyer durch und erzielt einen seiner fünf Treffer.
Durchsetzungsstark: Melsungens Merlin Kothe (l.) setzt sich hier gegen die Hüttenberger Moritz Schäfer (l.) und Jannis Wrackmeyer durch und erzielt einen seiner fünf Treffer. © Richard Kasiewicz

Die MT Melsungen II hat zur Tabellenspitze aufgeschlossen. Nach dem 31:26 (18:11)-Sieg gegen den TV Hüttenberg II trennt die Bundesliga-Reserve nur noch das schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Nachbarn Gensungen/Felsberg vom Platz an der Sonne in der Handball-Oberliga.

Melsungen – Die spannende Frage lautete: Würden die Gäste ihre gewohnte 3:2:1-Deckung ändern, um dem gefürchteten Melsunger Tempospiel beizukommen? Taten sei nicht. Allerdings war es die 6:0-Abwehr der Gastgeber, die die Akzente setzte bzw. die des Gegners unterband, um ihm frühzeitig den Schneid abzukaufen.

Torjäger Wrackmeyer brauchte sieben Minuten, um im dritten Versuch das erste Hüttenberger Tor zu erzielen (zum 2:1), während die Bartenwetzer spielerisch leicht, meist über ihre erste und zweite Welle zu Treffern kamen. Oder aber Jan Waldgenbach erfolgreich Maß nahm.

Nach einem 4:0-Lauf zum 7:3 (13.) wurd‘s TVH-Trainer Dirk Happel zu bunt. Doch seine Auszeit änderte nichts an den Kräfteverhältnissen. Im Gegenteil. Fortan kam auch der Melsunger Positionsangriff auf Touren, insbesondere die Achse Pregler-Ohl funktionierte hervorragend. „Wir haben gute Lösungen gegen Hüttenbergs offensive Deckung gefunden“, freute sich MT-Trainer Haenen. Als sich dann auch noch Torwart Büde steigerte und sich der eingewechselte Merlin Kothe mit drei Treffern in acht Minuten nahtlos einfügte, bahnte sich nach weiteren vier Buden in Folge zum 17:8 (26.) die Vorentscheidung noch vor der Pause an.

Die nutzte dann aber der Aufsteiger, um sich noch mal aufzuraffen und einen Kantersieg des Favoriten zu verhindern. Natürlich war die Hypothek des Pausenrückstandes zu groß, um den Aufstiegsaspiranten in Gefahr zu bringen. Der ließ nach dem 22:13 durch Florian Potzkai jedoch merklich die Zügel schleifen, ließ im Angriff auch dank des sich steigernden Schlussmannes Finn Rüspeler einiges liegen und die eigene Defensive büßte die Kompaktheit der ersten Halbzeit ein.

Und als Nicolai Martin in der 42. Minute auf 22:16 verkürzte und Manuel Hörr auf die Strafbank musste, wehte sogar ein Hauch von Spannung durch die Stadtsporthalle. Doch Jan Grolla, Rene Andrei und Jona Rietze sorgten prompt für klare Verhältnisse (25:17). Und wieder für eine lange Leine. Die nutzten die kampfstarken Mittelhessen, um zumindest die zweite Hälfte für sich zu entscheiden.

MT-Trainer Arjan Haenen trug‘s mit Fassung. Sprach von einem „normalen Sieg“, der sich wohl zu früh abzeichnete, um noch zu einem Torfestival zu mutieren.

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