1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

MT Melsungen II lässt im Derby nichts anbrennen

Erstellt:

Von: Gerd Brehm

Kommentare

Aktivposten: MT-Kreisläufer Martin Reinbold setzt sich hier gegen Tim Range (l.) und Luca Rietze durch.
Aktivposten: MT-Kreisläufer Martin Reinbold setzt sich hier gegen Tim Range (l.) und Luca Rietze durch. © Andreas Fischer

Die Zweifel waren unbegründet. Die Befürchtung etwa, dass die letzte (und unerwartete) Heimschlappe gegen Breckenheim/Wallau/Massenheim beim Aufstiegsaspiranten MT Melsungen II Spuren hinterlassen haben könnte. Stattdessen gab sich der heimische Handball-Oberligist im Nordhessen-Derby bei der HSG Baunatal keine Blöße und festigte mit einem 42:31(21:14)-Erfolg seinen Platz in der Spitzengruppe.

Hertingshausen - Immerhin: Bis zum 5:5 (8.) hielt der Außenseiter dank drei Treffer von Rückraumspieler Vogt gut mit. Als der danach für zehn Minuten an der Schulter behandelt werden musste, war‘s allerdings um die Baunataler geschehen. Die Gäste zogen das Tempo an, Florian Weiß, Julian Fuchs (2), Martin Reinbold und Ben Beekmann sorgten für eine 6:10-Führung (11.). die bis zur Pause über 11:17 (24.) kontinuierlich ausgebaut wurde.

Auch dank des gut aufgelegten MT-Torwarts Herbst, der in der ersten Hälfte mit elf Paraden glänzte. Während die HSG ihre Angriffe häufig schnell und unvorbereitet abschloss und damit auch in zahlreiche Konter lief, setzte Melsungens Stratege Pregler sene Nebenleute immer wieder gekonnt ein. Dabei ganz konsequent die Nahwurfzone suchend, wo die Flügelzange Fuchs/Beekman und auch Kreisläufer Reinbold nicht zu halten waren. HSG-Schlussmann Sutor verhinderte mit sieben abgewehrten Bällen noch Schlimmeres.

Dem Polster zur Pause ließen die Bartenwetzer bereits nach 35 Minuten die Vorentscheidung folgen. Der Grund: Ein fulminanter 6:0-Lauf (Grolla, Beekmann 2, Pregler, Ohl, Reinbold) zum 14:27. Jan-Lasse Herbst hielt weiter gut, leitete mit seinen Reaktionen zahlreiche Tempogegenstöße ein, während sein Kollege Max Suter nachließ.

Julian Potzkai erhöhte sogar noch auf 15:29 (37.), dann spielte der Aufsteiger wieder mit. Wehrte sich gegen eine allzu hohe Abfuhr. Sogar erfolgreich. Mit fünf Treffern in Folge (Vogt 2, Heidig 2, Martin) verkürzten die Gastgeber auf 22:30 (44.), auch weil der Gegner in der Deckung die Zügel schliefen ließ. Erst die letzten zehn Minuten gingen dann wieder an die Melsunger, was natürlich auch den schwindenden Kräften der Fuhrig-Schützlinge geschuldet war, während sein Kollege Arjan Haenen dosiert durchwechseln konnte. Jan Grolla etwa für Rückkehrer Jan Waldgenbach im rechten Rückraum. Der Linkshänder machte die 40 voll und sorgte mit seinem dritten Treffer für den Endstand.

Folgerichtig war der MT-Trainer mit seiner Offensive zufrieden („Wir haben das Tempo fast 60 Minuten hochgehalten“), mit seiner Abwehr nicht. „Wir waren im Deckungsverband zu passiv, sind häufig gegen den Baunataler Rückraum zu spät rausgetreten“, kritisierte er.

Auch interessant

Kommentare