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MT Melsungen II macht es gnädig

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Von: Ralf Ohm

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Durchgesetzt: Melsungens Lasse Ohl lässt die Kleenheimer (v.l.) Joshua Hantl und Simon Patt stehen und erzielt einen seiner vier Treffer.
Durchgesetzt: Melsungens Lasse Ohl lässt die Kleenheimer (v.l.) Joshua Hantl und Simon Patt stehen und erzielt einen seiner vier Treffer. © Richard Kasiewicz

Auch ein Pflichtsieg muss erst mal erspielt werden. Erschwert durch die psychologische Ausgangsposition, dass der Favorit viel und der Außenseiter nur wenig zu verlieren hat. Das juckte die MT Melsungen II nicht. Beim 35:31 (15:10)-Erfolg gegen die HSG Kleenheim/Langgöns ließ der heimische Handball-Oberligist eine Woche vor dem Derby bei Tabellenführer Gensungen/Felsberg dem punktlosen Schlusslicht keine Chance.

Melsungen - Der Sieg hätte nach hoher Führung leicht noch höher ausfallen können, doch in der Schlussphase ließ die Bundesliga-Reserve die Zügel merklich schleifen. Eine Halbzeit dauert gemeinhin 30 Minuten, wovon sich die Gäste in der ersten Hälfte 20 genehmigten. Der Grund: Sie verschleppten - zunächst erfolgreich - das Tempo im Positionsangriff, spielten ihre Offensivaktionen stets fast bis zum Zeitspiel aus. Und die MT II war genervt. Bot schließlich doch immer mal eine Lücke und wollte, nach den raren Ballgewinnen, zu schnell zu viel. Oder scheiterten außer dem gut aufgelegten Jan Waldgenbach an Torwart Henrik Naß.

Die Folge: Der Außenseiter hielt richtig gut mit. Und nachdem Yannik Woiwod zum 4:5 getroffen hatte (13.) nahm MT-Coach Haenen zur Beruhigung seiner Schützlinge eine Auszeit. Die wirkte. Spätestens beim 5:0-Lauf durch Beekmann (2), Waldgenbach, Pregler und Fuchs zum 12:7 (22.). Da zeigte die Melsunger 6:0-Deckung mehr Geduld, da schwang sich Max Pregler im Mittelblock zum Abwehrchef auf, da kam die erste und zweite Welle ins Rollen.

Und im eigenen Positionsangriff nutzte Regisseur Jona Rietze die ganze Breite des Feldes, so dass neben den starken Außen Beekmann und Fuchs auch Kreisläufer Ohl immer wieder zum erfolgreichen Abschluss kam. Mit ihren Treffern zum 14:8 (28.) kurz vor der Pause rundeten Julian Fuchs und Lasse Ohl den furiosen Zwischenspurt ab.

Gewohnt aufgeweckt kamen die Bartenwetzer aus der Pause und erhöhten schnell auf 20:12 (35.). Spätestens nach Beekmanns Wurf ins leere HSG-Tor zum 28:19 (46.) drohte den Gästen ein Debakel. Doch nach der Roten Karte für Linksaußen Beekmann wegen Foulspiels riss der Spielfaden. Und die Melsunger konnten ihn auch nicht wieder aufnehmen, ließen sich von der nun wesentlich offensiver agierenden Kleenheimer Deckung in unproduktive Zweikämpfe verwickeln. „Und verschossen viel zu viel“, wie Arjan Haenen kritisch anmerkte.

Immerhin: Spannend wurde es nicht mehr. Aber immerhin konnten die Gäste dank eines nach dem Wechsel überragenden Fabian Höpfner heftig Ergebniskosmetik betreiben. Die im Edertal sicherlich aufmerksam registriert wurde.  

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