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MT Melsungen II: Zu spät den den Wettkampfmodus geschaltet

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Von: Ralf Ohm

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Einer der wenigen Melsunger Aktivposten im Angriff: René Andrei, der nach seiner Einwechslung zum Ende der ersten Hälfte mit sieben Toren zu überzeugen wusste. foto: hahn
Einer der wenigen Melsunger Aktivposten im Angriff: René Andrei, der nach seiner Einwechslung zum Ende der ersten Hälfte mit sieben Toren zu überzeugen wusste. © Pressebilder Hahn

Das saß. Ein Auftakt in der Handball-Oberliga, der komplett daneben ging. Mit früher Ansage. Denn: Eine äußerst schwache erste Hälfte bescherte der MT Melsungen II im Duell zweier Aufstiegsaspiranten eine 26:31 (8:16)-Niederlage bei der HSG Bieberau-Modau. „Natürlich sind wir sehr enttäuscht. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt“, beschrieb Trainer Haenen die Melsunger Gemütslage nach der Pleite.

Bieberau - Sieben Minuten brauchten seine Schützlinge für das erste Tor durch Jan Grolla. Da hatte der Drittliga-Absteiger bereits drei Mal getroffen. Und setzte nach, zog über 8:2 (14.) auf 12:4 (24.) davon. „Da waren wir überhaupt nicht da“, vermisste Arjan Haenen „jegliche Präsenz“ seiner Mannen, die es nach intensiver Vorbereitung offenbar nicht schafften, in den Wettbewerbsmodus umzuschalten.

Besonders im Angriff, der mit der aggressiven 6:0-Deckung des Gegners vor einem starken Torwart Witkowski überhaupt nicht zurecht kam und eine Fahrkarte nach der andern produzierte. Zehn Fehlwürfe und sieben technische Fehler zählte der mJSG-Coach nach 30 Minuten. Eine Einladung an die erste und zweite Welle der Gastgeber, die diese dankend annahmen. Als Vollstrecker glänzte insbesondere der pfeilschnelle Linksaußen Hübscher.

Auch Haenens Wechsel, der in der ersten Hälfte insgesamt sieben Rückraumspieler einsetzte, fruchteten nicht. Immerhin taute nach dem Wechsel Rene Andrei auf. Auch Kreisläufer Lasse Ohl, der mit Lenker Max Pregler sehr gut harmonierte, sorgte für eine Belebung der Offensive. Die Folge: vier Tore in Folge zum 16:12 (34.).

Als Groß Bieberau jedoch mit zwei Treffern innerhalb weniger Sekunden konterte (18:12), riss der mühsam gesponnene Spielfaden schon wieder. Ein Vorsprung, von dem die HSG bis zum Schluss zehrte, auch wenn sie für ihre Tore gegen eine sich steigernde MT-Defensive mittlerweile wesentlich härter arbeiten musste. Dank der Übersicht und Abgezocktheit von Spielmacher Denys Isanchuck, der insbesondre seine Nebenleute Robin Büttner (8) und Nisse Nehrdich (5) immer wieder in Szene zu setzen wusste.

Auch als Linkshänder Grolla in der 51. Minute noch mal auf 25:21 verkürzen konnte, blieben sie cool. Und brachten den Sieg, den sie nach dem enttäuschen 19:19 in Petterweil am ersten Spieltag unbedingt brauchten, sicher nach Hause. Der Gast wusste indes, dass er die Partie schon in der ersten Halbzeit verloren hatte. Allerdings auch gegen einen furios aufspielenden Gegner. „Genial“ fand HSG-Trainer Rolf König den Auftritt seiner Schützlinge in den ersten 30 Minuten.  

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