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MT zum Topduell beim angeschlagenen Aufstiegsfavoriten

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Von: Ralf Ohm

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Hochkarätige Verstärkung: Bundesliga-Spieler Ben Beekmann bildes zusammen mit Julian Fuchs die Flügelzange der MT Melsungen II beim Obrliga-Gastspiel in Broß Bieberau.
Hochkarätige Verstärkung: Bundesliga-Spieler Ben Beekmann bildes zusammen mit Julian Fuchs die Flügelzange der MT Melsungen II beim Obrliga-Gastspiel in Broß Bieberau. © Pressebilder Hahn

Der Saisoneinstand hat immer seinen Reiz. Für Fans und Spieler. Gibt er doch eine Antwort auf die Frage, ob sich die lange Vorbereitung gelohnt hat. Und was die Neuzugänge verheißen. Derlei erste Erkenntnisse waren für die HSG Bieberau-Modau wenig erbaulich. Denn: Der Aufstiegsfavorit der Handball-Oberliga kam beim Außenseiter TV Petterweil am ersten Spieltag nicht über ein 19:19 hinaus. Und steht damit bei seiner Heimpremiere gegen die MT Melsungen II (Sa. 19.30 Uhr) schon arg unter Druck.

Melsungen/ Groß Bieberau - Der Bundesliga-Reserve, vor einer Woche spielfrei, hat ihre Premiere noch vor sich. Bis auf Florian Weiss in Bestbesetzung. Mit einem Team, das darauf brennt, dass es endlich losgeht. Und einem Trainer, der sich davon nicht beirren lässt. „Wir müssen in den Wettkampfmodus und den Schalter so schnell wie möglich umlegen“, verlangt Arjan Haenen, der voll auf Tempohandball setzt.

Soll heißen, dass jeder Spieler läuferisch und kämpferisch ans Limit geht. Ohne Rücksicht auf die eigenen Reserven, denn per Rotation lässt sich die Belastung auf 14 fast gleichwertige Spieler verteilen. Ein Reservoir, das der Trainerdebütant auch ausschöpfen will. Nur die Flügel mit den Bundesliga-Außen Julian Fuchs und Ben Beekmann sind alternativlos, die weiteren Positionen mindestens doppelt (gut) besetzt. Im rechten Rückraum feiert Neuzugang Jan Waldgenbach seinen Einstand, assistiert von Jan Grolla, der mehr aus der zweiten Reihe kommt. Ein Linkshänder-Duo, das sich „hervorragend ergänzt“ (Haenen).

In der Abwehr muss es der Gast mit einem, wenn auch noch nicht eingespielten, Rückraum der Extraklasse aufnehmen. Der agile Mittelmann Denys Isanchuk aus der Ukraine und der wurfgewaltige Nisse Nehrdich sind zwei von sechs hochkarätige Neuzugänge (mindestens 3. Liga). Der dritte: der bullige Kreisläufer Kevin Knieps, der mit Zwei-Meter-Mann Thomas Becker die gegnerische Nahwurfzone unsicher macht.

Der Neuaufbau obliegt mit Rolf König einem weiteren „Neuen“. Der Trainer muss während der Hinrunde auf Leonid Mikhailiuteko (Bänderriss) verzichten, einem Rückraumlinken, der zuvor in der ersten ukrainischen Liga spielte. Und nun die HSG zurück in die 3. Liga werfen soll, was allerdings frühestens Anfang kommenden Jahres möglich ist.

Damit beschäftigt sich Georg Gaydoul derzeit nicht. Den HSG-Geschäftsführer ärgern nicht nur die 20 technischen Fehler aus dem ersten Spiel, sondern auch noch zwei Minuspunkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls. Macht drei „Miese“ nach dem ersten Spieltag. „Eine große Hypothek“, weiß Bieberaus langjähriger Macher. Auch dass die Gefahr besteht, dass sie nach dem zweiten Spieltag noch größer wird.

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