ESG erwartet frechen Neuling

Nach der Schmach gegen Gummersbach II ist Gensungen/Felsberg gegen Essen II gefordert

Gefordert: Jona Gruber und die ESG.
+
Gefordert: Jona Gruber und die ESG.

Es gilt, eine Schmach zu tilgen. Nicht mehr, nicht weniger. „Wir werden jetzt nicht die Welt verändern“, erklärt Trainer Arnd Kauffeld nach dem katastrophalen Auftritt seiner ESG Gensungen/Felsberg beim 27:38 gegen den VfL Gummersbach II.

Gensungen – Um vor der Partie in der 3. Handball-Liga, Staffel D, gegen TuSEM Essen II (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen, live auf Sportdeutschland.tv) nicht zu verhehlen: „Wir nehmen die Jungs schon in die Pflicht.“ Die Spieler hätten die fünfte Heimniederlage im fünften Versuch seit dem Wiederaufstieg 2020 selbstkritisch aufgearbeitet. Auch wenn es beim Videostudium „fast noch bitterer war, wie viele freie Bälle wir verworfen haben, welch einfache technische Fehler wir machen, wie viele unnötige Zeitstrafen und dann etliche Gegentore in Unterzahl kassiert haben.“ Kurz gesagt: Schlechter kann es gegen Essen nicht laufen.

Im Tor verhinderte Marc Lauterbach gegen Gummersbach ein noch schlimmeres Debakel. In der Deckung sieht Kauffeld dennoch keinen Grund für eine Veränderung, vertraut weiterhin voll Christoph Koch, Jannis Kothe und Jona Gruber, die im Mittelblock die Hauptlast schultern. Im Training lag der Fokus nur am Dienstag auf der Abwehr, speziell auf dem Eins-gegen-Eins und dem Timing. Gestern und heute ist „Angriff“ angesagt. Wollen sich die Gensunger, die weiter bis auf den Langzeitverletzten Franco Rossel aus dem Vollen schöpfen, in den Einheiten Sicherheit holen.

Aufsteiger Essen II feierte drei Siege in Serie

Wohlwissend, dass mit Essen II ein Gegner kommt, dem ebenso die Abstiegsrunde droht. Mit dem feinen Unterschied, dass die Zweitliga-Reserve bereits sechs Punkte auf dem Konto hat. Und dies durch drei Siege in Serie. „In den ersten Spielen waren wir noch etwas grün, haben dann aber schnell gelernt“, lobt Nelson Weisz sein Team, das einen Altersdurchschnitt von lediglich 21 Jahren hat.

Weisz selbst ist mit 29 einer der jüngsten Drittliga-Trainer. Den TuSEM II coacht er bereits seit vier Jahren und schaffte mit der Zweitliga-Reserve in diesem Sommer den Sprung nach oben über die Aufstiegsrunde. Gefußt auf Konstanz in der Talent-Schmiede. Einziger Routinier ist Jugendkoordinator Lukas Ellwanger, der zusammen mit Weisz’ jüngerem Bruder Jordi den Mittelblock bildet.

Talentierter Spielmacher

Mit 18 Jahren ziemlich abgezockt ist Spielmacher Nils Homscheid (52/27), der als Siebenmeterschütze glänzt, und ebenso wie Linksaußen Luca Lewandowski am Mittwoch zu den Torschützen beim 30:23 der Zweitliga-Mannschaft gegen Ferndorf zählte. „Wir können in Bestbesetzung antreten und wollen auch durch viele Wechsel das Tempo hochhalten“, betont Nelson Weisz, dessen drei Schwestern ebenfalls Handball spielen. Die 19-Jährige Insa trägt das Trikot des TVB Wuppertal – und half zuvor dem TV Aldekerk beim Aufstieg gegen Kirchhof. (Sebastian Schmidt)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.