1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Nach 25:42-Klatsche: Borussia Dortmund schubst Wildunger Vipers in Krisenmodus

Erstellt:

Kommentare

Schweres Durchkommen. Die Wildungerin Anika Hampel wird bei diesem Wurf von zwei Dortmunderinnen hart attackiert. Teamkollegin Annika Ingenpaß kann ihr auch nicht helfen.
Schweres Durchkommen. Die Wildungerin Anika Hampel wird bei diesem Wurf von zwei Dortmunderinnen hart attackiert. Teamkollegin Annika Ingenpaß kann ihr auch nicht helfen. © Wolfgang Stummbillig

Vielleicht war Borussia Dortmund für die momentane Verfassung in der sich die Wildunger Handballerinnen befinden, doch nicht der richtiger Gegner.

Dortmund – Der BVB hat die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer im Bundesligaspiel nicht nur mit 42:25 (18:12) abgeschossen, sondern sie auch in den Krisenmodus geschubst. Wie da jetzt wieder herauskommen, wird sich der Trainerinnenstab nun fragen. Vor allem in den letzten zehn Minuten waren Auflösungserscheinungen im Wildunger Team zu sehen.

Sie ließen die Dortmunder Spielerinnen nahezu ohne Gegenwehr ihre Tore werfen und die Szenen im eigenen Angriff wirkten statisch, hier und da auch schon lustlos.

Dabei fing die Partie für die Vipers beim Tabellendritten recht verheißungsvoll an, denn sie hielten in den ersten zehn Minuten recht gut mit und lagen bis zu siebten Minute 3:2 in Führung.

Nur vier Wildunger Tore nach einer Viertelstunde

Es sollte allerdings die letzte Führung im gesamten Spiel bleiben. Obwohl Dortmund nun von Minute zu Minute seine spielerische Klasse ausspielte und den Vorsprung im weiter ausbaute, hatten die Vipers selbst auch noch gute Szenen, sie wehrten sich und auch im Angriff stand den Wildunger Werferinnen oft einen gute Dortmunder Torfrau Yara Ten Holte in der Quere um den Ball im Kasten unterzubringen. Diese Sturmflaute schlug den Vipers vermutlich auch aufs Gemüt, denn nur vier eigene Treffer innerhalb von einer Viertelstunde können demoralisieren, während der Gegner bereits zehn auf seinem Konto hat.

Überhaupt war im Gegensatz zur Niederlage gegen Halle-Neustadt diesmal nicht die Abwehr die Problemzone im Wildunger Spiel, sondern eher der Angriff. „Dortmund hat heute von den 42 Toren bestimmt 20 durch schnelle Gegenstöße erzielt, weil wir den Ball vorn zu oft leichtfertig verloren haben“, sagt Bremmer. Sie wechselte oft durch in der Hoffnung, dass zumindest eine Spielerin wieder Kontrolle ins Spiel der Vipers bringt. Doch das schaffte an diesem Abend niemand im Wildunger Trikot.

Nach drei torlosen Minuten auf beiden Seiten, folgten ab der 19. Minute ein kurzes Zeitstrafen-Festival gegen die Vipers, die sich für mehr als eine Minute einer vier gegen sechs Situation gegenübersahen. Leichtes Spiel für den BVB, der bis zur Halbzeit auf 18:12 davonzog.

Leichte Auflösungserscheinungen in den Schlussminuten

Nach dem Wechsel zwar ein anderes Bild, aber aus Sicht der Vipers kein besseres, denn sie gaben von Minute zu Minute eine noch schlechtere Figur ab. Dortmund konnte schalten und walten wie es wollte. Dass sie die handballerische Höchststrafe von 40 Gegentoren den Wildungerinnen verpassen werden stand schon nach 55 Minuten fest.

Einziger Lichtblick waren weiterhin die Anspiele an den Kreis, wo Annika Ingenpaß immer wieder ihre Klasse aufblitzen ließ.

Diese Klasse vermisst man in der Wildunger Mannschaft momentan auf den Rückraumpositionen, wo Jana Scheib und Verena Oswald ihrer Form hinterlaufen und kaum Torgefahr ausstrahlen. „Wir sind vorn auch nicht gut in die Tiefe gegangen“, sagt Bremmer und sie hofft, dass Scheib und Oßwald ihre Tiefs schnell überwinden werden, denn „wir sind sehr auf die beiden angewiesen“. (rsm)

Auch interessant

Kommentare