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Nackenschlag im Kellerduell: SV Germania Fritzlar nach 24:30 in Wuppertal Tabellenvorletzter

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Von: Sebastian Schmidt

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An ihr lag es nicht: Torfrau Paula Küllmer hielt erneut stark, verlor aber mit Fritzlar auch in Wuppertal.
An ihr lag es nicht: Torfrau Paula Küllmer hielt erneut stark, verlor aber mit Fritzlar auch in Wuppertal. © Pressebilder Hahn

Das ist ein ganz heftiger Nackenschlag für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar: Das Team von Trainer Lucky Cojocar verlor das Kellerduell der 3. Liga West mit 24:30 (9:13) beim bisherigen Schlusslicht TVB Wuppertal, das zuvor sieben Niederlagen in Serie kassiert hatte.

Wuppertal – Mehr noch. Fritzlars Perspektive als neuer Vorletzter der Tabelle wird noch düsterer, weil es in den letzten beiden Spielen des Jahres am kommenden Samstag zu Spitzenreiter TV Aldekerk und am 3. Dezember zum Zweitplatzierten 1. FC Köln geht. „Wir müssen nicht alles schwarz sehen, aber es ist sicher dunkelgrau. Wir müssen schnellstes die Köpfe wieder frei kriegen“, sagte ein enttäuschter Cojocar.

Dessen Team erwischte an der Wupper einen guten Start. 15 Minuten lang war auf die Abwehr um Maria Kiwa und Melina Hahn Verlass. Da parierte die erneut sichere Torfrau Paula Küllmer zwei Siebenmeter binnen nur 35 Sekunden von Jennifer Taddey (13.). Und da wendeten die Gäste den Spieß mit einem 5:0-Lauf zum 7:4 durch den Treffer von Hannah Berk (15.).

Cojocar zählt 28 Fehlwürfe

Ein Vorsprung, der jedoch nicht nachhaltig war. „Wir haben viel zu viele Bälle weggeworfen. Mit 28 Fehlwürfen kannst du kaum ein Spiel gewinnen“, haderte Cojocar. Und musste mit ansehen, wie Dana Centini Parade um Parade zeigte und unterstrich, dass sie als Zweitliga erprobter Rückhalt eine Meisterin ihres Fachs ist. Zudem waren Spielmacherin Taddey, die unter ihrem Mädchennamen Jörgens für Bayer Leverkusen erstklassig spielte, und die mit Zweitspielrecht vom TuS Lintfort ausgestattete Rückraumspielerin Henriette Clauberg mit jeweils neun Toren vor allem im Eins-gegen-Eins nicht zu stoppen.

Als Taddey das Team von Trainerin Nicole Münch über 8:7 (22.) auf 16:10 (35.) geführt hatte, waren Fritzlar nur noch drei weitere Treffer binnen knapp 20 Minuten gelungen. „Wuppertal hat zu viele einfache Tore gemacht. Wir sind häufig einen Schritt zu spät gekommen“, sagte Cojocar, womit sich auch insgesamt neun Zeitstrafen erklären.

Zwar konnte Kiwa noch einmal auf 16:18 verkürzen (45.), doch danach ging nichts mehr. Egal, ob mit 5:1, 4:2 oder 6:0 in der Deckung. Der TVB fand stets eine Lösung und war spätestens nach dem Doppelschlag von Clauberg in Unterzahl zum 27:20 auf der Siegerstraße (54.).

Fritzlar: Küllmer (14 Paraden/30 Gegentore), Gürbig - Hahn 5, Ringleb, Kiwa 8/1, Kühlborn, Berk 2, Israel 1, Reimbold 6, Stockschläder, Dietrich 2.

SR: Meyer/S. Meyer. Siebenmeter: 3/6:1/3. Zeitstrafen: 10:18-Minuten. Rot: Kiwa (55., dritte Zeitstrafe). (von Sebastian Schmidt)

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