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Nächster Kirchhofer Kraftakt gegen Top-Favorit Rödertal?

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Von: Ralf Ohm

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Soll es häufiger auf eigene Faust versuchen: Kirchhofs Rückraumspielerin Deborah Spatz (l.) ist gegen Rödertals offensive Deckung besonders gefordert.
Soll es häufiger auf eigene Faust versuchen: Kirchhofs Rückraumspielerin Deborah Spatz (l.) ist gegen Rödertals offensive Deckung besonders gefordert. © Richard Kasiewicz

Wenn ein alter Bekannter kommt, freut sich der Gastgeber gemeinhin auf ihn. Die SG 09 Kirchhof dürfte den HC Rödertal, die vier gemeinsame Jahre im Handball-Unterhaus erlebten, indes mit gemischten Gefühlen erwarten (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen). Zum einen ist‘s der Top-Favorit der Aufstiegsrunde zur 2. Liga, zum andern haben die Schützlinge von Christian Denk im ersten Spiel bei ähnlicher Ausgangslage - stark ersatzgeschwächt - die SG Mainz-Bretzenheim an den Rand eine Niederlage gebracht.

Kirchhof/Rödertal - Also: Bangemachen gilt nicht, auch wenn die Sächsinnen mit 44:0-Punkten durch die Hauptrunde spaziert sind und in der laufenden Saison nur ein einziges Spiel (im DHB-Pokal beim Bundesligisten Buxtehude) verloren. „Wir haben großen Lust auf das Spiel und wollen weiter von der 2. Liga träumen können“, sagt der SG-Coach.

Weiß aber auch, „dass wir uns steigern müssen.“ Weniger in der Abwehr („Da waren wir im ersten Spiel am Limit“) als im Angriff, der sich mit der 5:1-Deckung des Gegners sehr schwer tat. Die Rödertaler Abwehr mit der vorgezogenen Isabell Wolf, die allein schon aufgrund ihrer enormen Physis ein echtes Hindernis darstellt, dürfte noch offensiver agieren.

Also gilt es, so die Anweisung von Kirchhofs Trainer, mehr in die Tiefe zu gehen, wobei allerdings Angela Cappellaro weiterhin schmerzlich vermisst wird, und häufiger die Außen einzubeziehen. Deborah Spatz schreibt er ins Stammbuch „egoistischer“ zu spielen: „Sie muss einfach öfter mal selbst gehen.“

Die Rödertaler 3:2:1-Abwehr trägt die Handschrift der neuen Trainerin Maike Daniels, die den HC nach dem Zweitliga-Abstieg übernahm. Und wieder zu alter Stärke führte. „Die erfolgreiche Saison war schon Balsamfür die Seele der Spielerinnen“, erklärt die ehemalige Erstliga-Rückraumspielern, die mit dem HC Leipzig zweimal Deutscher Meister wurde. Zudem stehen der 36-Jährigen mit den lauffreudigen Außen Olesia Parandii (108/1-Saisontore), ukrainische Nationalspielerin, und Leonie Meersteiner (55) echte Tempogegenstoßspezialistinnen zur Verfügung, um die Ballgewinne per erster und zweiter Welle zu veredeln. Kreisläuferin Jasmin Eckart fällt allerdings verletzt aus (Kreuzbandriss).

Beim 26:19-Auftaktsieg gegen den HC Frankfurt/Oder hakte es lange Zeit im Zusammenspiel. „Das war schon etwas zäh“, gesteht die HC-Trainerin. Freut sich aber darüber, dass ihre Mannschaft die einzige brenzlige Situation, Janders Anschlusstreffer zum 17:16 (43.), souverän meisterte. Nun will Kirchhof, auch mit Rückendeckung der Fans, alles versuchen, den Favoriten wesentlich mehr in Bedrängnis zu bringen.

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