Handball: Noch ist unklar, wann in der 3. Liga wieder gespielt werden kann

Keine Spiele, kein Training! Northeimer HC in der Warteschleife

Die Wettkampfpause nutzen die Northeimer Handballer und Fußballer aktuell für einen kleinen Wettstreit. Das Motto: Wer schafft mehr Kilometer?
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Die Wettkampfpause nutzen die Northeimer Handballer und Fußballer aktuell für einen kleinen Wettstreit. Das Motto: Wer schafft mehr Kilometer?

Kein Training, kein Punktspiel: Beim Northeimer Handball-Club ruht - wie fast überall im deutschen Sport - aktuell der Ball. Wo sonst Schweißperlen fließen, herrscht gespenstische Stille.

Northeim - Mindestens bis zum 15. November hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) den Spielbetrieb der 3. Liga ausgesetzt. Drei Northeimer Spiele gegen SC DHFK Leipzig II, die HG Hamburg-Barmbek und die Füchse Berlin II fallen dieser Pause zum Opfer und werden verlegt. Ob die laufende Saison danach am Wochenende 21./22. November fortgesetzt werden kann, hängt nicht unwesentlich vom Status der 3. Liga ab: Ist der dortige Kampf um Tore und Punkte noch Amateursport, der während der Lockdown-Phase ruhen muss, oder sind Drittliga-Sportler Profis?

Eine Frage, die der DHB offenbar in einem Brief an die Vereine für sich geklärt hat. Wie der Weltverband IHF soll der DHB dabei Vertragsspieler mit Berufsspielern gleichgesetzt haben, wie das Internet-Portal Handball-World berichtet. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, sei folglich den Vereinen der 3. Ligen der Zugang zu den Sportstätten zu ermöglichen, heißt es dort.

Ob beim NHC nun demnächst also wieder trainiert wird und wann es mit Punktspielen weitergeht, ist allerdings noch offen. Trainer Carsten Barnkothe wies auf die Konsequenzen einer Weiterführung unter Corona-Bedingungen hin. „Dann muss ständig getestet und kontrolliert werden. Aber wer übernimmt die Kosten dafür?“, fragt der Coach und spielt auf die Verantwortung des Verbandes für Vereine und Spieler hin. Zumal Partien ohne Zuschauer gerade in der 3. Liga finanziell massiv zulasten der Vereine gehen. Die Spieler müssen weiter bezahlt werden, auch die Reisekosten bleiben. Auf der Gegenseite brechen jedoch Zuschauereinnahmen weg. Klarheit soll mutmaßlich eine Videokonferenz bringen, die in der nächsten Woche stattfindet.

Erschwerend kommt beim Northeimer HC folgende Tatsache hinzu: Das nun abgesagte Heimspiel gegen die Berliner Füchse II am 15. November wäre das letzte in der Schuhwallhalle gewesen. Danach endet die Ausnahmegenehmigung für die Halle. Danach muss der NHC auf Tour gehen und weicht mit den meisten Spielen nach Einbeck aus. Neben dem damit deutlich erhöhten organisatorischen Aufwand steht auch die bange Frage im Raum, wie viele der treuen Fans den Weg in die Nachbarstadt mitgehen - falls denn künftig überhaupt Zuschauer zugelassen werden.

Wenn der DHB sich für die schnelle Fortsetzung der Saison einsetzt, dann müssen auch die vielen damit verbundenen organisatorischen und finanziellen Fragen beantwortet werden. Kein leichtes Unterfangen - gerade für Vereine, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind.

Duell mit Eintracht

Währenddessen nutzen die Handballer die Wettkampfpause zu einem sportlichen Wettstreit mit den Fußballern des FC Eintracht. Der steht unter dem Motto: Wer schafft mehr Kilometer? Gezählt werden alle Kilometer, die gelaufen oder mit dem Rad/Laufrad (bis Altersklasse U11) bis zum 29. November zurückgelegt werden. Belegt werden müssen die Leistungen beispielsweise über Apps auf dem Handy.  (Axel Janßen / Marco Washausen)

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