3. Liga: NHC unterliegt vor 750 Fans mit 21:27

Northeimer HC verpasst die Sensation gegen Hildesheim

Das Treffen alter Bekannter: Northeims Paul-Marten Seekamp setzte sich hier gegen den Ex-Northeimer Lothar von Hermanni (vorn) durch.
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Das Treffen alter Bekannter: Northeims Paul-Marten Seekamp setzte sich hier gegen den Ex-Northeimer Lothar von Hermanni (vorn) durch.

Bei der 21:27 (12:14)-Niederlage gegen Eintracht Hildesheim hielt der Northeimer HC am Freitagabend lange Zeit gut mit.

Göttingen - Erneut ragten Jan-Niklas Falkenhain und Joe Schuster in der Göttinger S-Arena aus einer engagierten Mannschaft gegen den Aufstiegsaspiranten in der 3. Handball-Liga heraus, doch gegen Ende mussten die Schwarz-Gelben vor 750 Zuschauern der Klasse der Profis Tribut zollen.

Aus einer stabilen Deckung heraus kam der NHC nach dem ersten Abtasten gegen den Titelfavoriten gut ins Spiel. Schuster warf in der zehnten Minute die Northeimer 5:4-Führung, die Paul-Hoppe nach Anspiel von Falkenhain vom Kreis auf 6:4 erhöhte. In der Folge entwickelte sich ein enges Spiel, bei dem die Eintracht in der 19. Minute durch Lukas Schieb (sechs Tore) erneut die Führung übernahm (6:5/7:7/8:9).

Beim NHC überzeugte erneut Schuster mit viel Aggressivität in der zweiten Welle und glich zum 9:9 aus. Obwohl Hildesheims Regisseur Sören Kress verletzt fehlte, erarbeitete sich die Eintracht durch den bulligen Kreisläufer Nikolaos Tzoufras leichte Vorteile, der trotz des stabilen Mittelblocks des NHC oft frei vor Keeper Glenn-Louis Eggert stand. Aber der NHC blieb dran: Mit viel Leidenschaft zeigten Malte Wodarz (10:11/ 22.) und Falkenhain (11:12/ 23.), dass der NHC an diesem Abend die Punkte haben wollte. Aber wieder fand Lukas Schieb den Weg an Eggert vorbei zum 13:11. Sören Lange, an diesem Abend ebenso wie Christian Stöpler auf den Außenpositionen oft übersehen, scheiterte noch mit einem Strafwurf an der Latte, bevor Schuster den 12:14-Halbzeitstand markierte.

Sekunden nach Wiederanpfiff fing Paul Hoppe einen Zauberpass von Falkenhain zum 13:14, doch noch im Northeimer Torjubel erhöhte Schieb wieder zum 15:13. Zwei vergebliche Northeimer Angriffe später hatten die Gäste auf 17:13 (34.) erhöht. Und als Lange und Christian Stöpler am Hildesheimer Keeper scheiterten, war die Vorentscheidung gefallen.

Nur ein Tor in zehn Minuten bei zweimaliger Überzahl – das ließ sich die Eintracht, die auf 19:14 erhöhte, nicht mehr nehmen. Wieder zeigte der NHC Moral: Wodarz und Lange verkürzten auf 16:19 (42.). Aber auch die erneute Überzahl nach einem Foul von Hildesheims Marko Matic konnte der NHC nicht nutzen: Eintracht spielte ständig mit leerem Tor und erhöhte zwölf Minuten vor Schluss erneut auf fünf Treffer. Eggert meisterte noch einen Strafwurf des Ex-Northeimers Lothar von Hermanni, bevor er Yannis Pätz den Platz überließ. Der Moringer führte sich gut ein, zeigte starke Paraden und hielt sein Team weiter im Spiel.

Wie viele NHC-Fans, trauerte auch Trainer Carsten Barnkothe den vergebenen Möglichkeiten nach: „Die ersten 30 Minuten war das Team besser als normal, die zweite Halbzeit war leistungsgerecht. Unser Überzahlspiel war heute nicht gut. Wir haben die Chancen nicht gut genug genutzt.“

NHC: Eggert, Pätz – Pogadl, Meyer 2, Schuster 3, Lange 2/1, Seekamp 3, Neufing, Hoppe 5, Sültmann, Bode, Stancic, Buhinicek, Falkenhain 4, Stöpler, Wodarz 2. (Axel Janßen)

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