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Nicht schön, aber erfolgreich: Germania Fritzlar nach 24:19 beim ASC wieder Fünfter

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Von: Sebastian Schmidt

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Rückraumspielerin Maria Kiwa.
Souverän in der Abwehr: Fritzlars Rückraumspielerin Maria Kiwa. © Pressebilder Hahn

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar sind zurück auf dem fünften Platz. Haben in der 3. Liga C das richtungsweisende Duell beim ASC Dortmund mit 24:19 (8:9) gewonnen, so dass die Gastgeberinnen wohl in die Abstiegsrunde müssen.

Dortmund – Da Konkurrent PSV Recklinghausen gegen Schlusslicht VfL Wolfsburg patzte (25:25), kann die Germania am kommenden Sonntag (17 Uhr) im Spiel gegen Recklinghausen einen ganz großen Schritt in Richtung vorzeitiger Klassenerhalt gehen. Allerdings: An die Leistung vom höchsten Saisonsieg (37:24) im Hinspiel konnte die Germania nicht anknüpfen. Keine Vorstellung, die sich die Fans der Domstädterinnen in Dauerschleife im Video anschauen werden. „Schön war das nicht. Der Motor hat gewaltig gestockt“, gab denn auch SVG-Coach Lucky Cojocar unumwunden zu. Neben elf Fehlwürfen zählte er zu viele technische Fehler bei seinem Team.

So war es einmal mehr das traditionelle Prunkstück, auf das sich die Gäste verlassen konnten: die Defensive. Namentlich Paula Küllmer, die über 60 Minuten solide im Tor parierte, und Abwehrchefin Maria Kiwa. Was ebenso bemerkenswert ist, wie es risikoreich war. Denn schon nach 23 Minuten hatte Kiwa zwei Zeitstrafen kassiert. Insgesamt waren es zu diesem Zeitpunkt bereits deren vier der Germania. Ein Handicap, dessen sich das Cojocar-Team anschließend entledigte, weil es noch konzentrierter verteidigte und keine weitere Strafe mehr kassierte.

Nur elf Treffer in 40 Minuten

Schwerstarbeit war vor allem gegen Kreisläuferin Vivian Busse und die Zweitliga erprobte Rückraumspielerin Annika Kriwat zu verrichten. „Leider haben wir uns häufig nicht für die gute Abwehr belohnt“, haderte Cojocar. Über 2:1 (11., Berk), 5:4 (20., Ahrend) und 8:7 (26., Krüger) lag Fritzlar in der torarmen ersten Halbzeit knapp vorn, ehe Dortmund den Spieß über 10:8 (33., Busse) und 12:11 (40.) umdrehte. Nur elf Treffer in 40 Minuten. Da war guter Rat teuer.

Eine Idee hatte Regisseurin Xenia Ahrend, die kurzzeitig auftaute und den Weg zum entscheidenden 5:0-Lauf ebnete. Nachdem auch Melina Hahn, Hannah Puntschuh, Mari Kiwa und Hannah Berk trafen, nahm der Auswärtssieg beim Stand von 16:12 Formen an (45.). Von Feuerwerk allerdings weiterhin keine Spur. Fritzlar holte sich kaum Abpraller und blieb im Angriff zu statisch. Immerhin: Unterstützt von Hahn und Krüger verteidigte Kiwa im Mittelblock derart geschickt, dass die Gäste nicht mehr zittern mussten. Mit Blick auf den Kampf um den sechsten Platz betont Cojocar: „Das Fundament steht, aber wir müssen weiter bauen.“

Fritzlar: Gürbig, Küllmer - Stockschläder 3, Reimbold, Ahrend 5/1, Israel, Puntschuh 2, Berk 5, Kauffeld, Kiwa 3/1, Hahn 4, Krüger 2.

SR: Henker/Schirmacher.

Z: 60.

Siebenmeter: 5/5:2/3.

Zeitstrafen: 6:8-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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